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3. November 2020:     Auszug wider Willen



Beiden jungen Damen geht es wunderbar, auch wenn es vor ein paar Tagen ein wenig Stress mit Mama Mitzi gab. Diese befindet sich nämlich voll im Brutmodus und legt unaufhörlich ein Ei nach dem anderen. Zum Großteil habe ich diese auch ausgetauscht, damit sie sich bei Versuch Nummer 2 nicht übernimmt. Doch das Problem mit ihren Küken, die während des Legebetriebs für eine weitere Brut noch den Nistkasten und das Nest bewohnt hatten, war ein anderes. Während die kleine Opalinerdame Mama sogar fleißig beim Bebrüten der neuen Geschwisterchen behilflich sein durfte, war ihr das normalblaue Mädel ein Dorn im Auge. Und dieser Dorn in Form einer jüngeren Konkurrentin plagte Mama Mitzi so sehr, dass sie sogar handgreiflich wurde. Und so mussten die zwei Junghennen recht schnell ausziehen, ehe noch ein größeres Unglück geschah, denn Mitzi wollte nun wieder ganz alleine mit ihrem getreuen Gatten sein. Das neue Gelege habe ich auf fünf befruchtete Eier begrenzt, denn die übermütige Mama kennt bei der Eiablage scheinbar keine Grenzen, so dass der Herr Züchter eben wieder einmal mehr den Geburtenkontrolleur mimt. Bislang sind Anton und Mitzi auch sehr fleißig was ihre zweite Brut betrifft. Daumen drücken kann nach der ersten und alles andere als optimal verlaufenen Brut aber dennoch nicht schaden.

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Frech aus der Wäsche gucken können sie schon beide und ganz damentypisch auch ordentlich zwicken. Wobei die kleine normalfarbene Dame noch etwas eingeschüchtert ist, da Mitzi gar nicht so nett zu ihr war.



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Voll auf die Zwölf. Mama Mitzi habe ich mehrere Male dabei erwischt, wie sie ihrer Tochter ziemlich zugesetzt hat. Hierbei hat das brutwillige Weibchen ihre junge Tochter als direkte Konkurrentin angesehen, welche ihr einfach so den Ehegatten ausspannen möchte. Leider kann sowas unter den Wellensittichen schonmal vorkommen. Ähnliche Situationen hatte ich auch schon bei den Vätern und ihren Söhnen. Hier wurden die männlichen Nachkommen als aufdringliche Nebenbuhler betrachtet. Der Ausgang war jedoch derselbe, die männlichen Jungtiere haben die Hucke vollbekommen. Glücklicherweise haben im Falle von Mitzi und Anton beide Damen schon ordentlich selbst Körnchen aufgenommen und waren somit nicht mehr wirklich auf Papa Anton angewiesen. Dadurch konnte ich weitere Übergriffe und somit schlimmere Folgen verhindern. Die Federchen, die Mama Mitzi ihrer Tochter ausgerupft hat, werden relativ schnell wieder nachwachsen. Weitere Nachkommen kommen nach. Auch bei der Befruchtung des zweiten Geleges kann sich der Herr Züchter nicht beschweren. Denn Papa Anton hat auch hier ganze Arbeit geleistet, welche an einem makellosen Befruchtungsergebnis festgemacht werden kann. Fünf befruchtete Eier habe ich Mitzi gelassen, die restlichen Kalkobjekte wurden und werden gegen die, unter Wellensittichweibchen unbeliebten, Plastikeier ausgetauscht.



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Nestbeschmutzer. Die ersten drei Eier sehen ziemlich schmutzig aus. Grund hierfür sind die beiden Jungtiere von Mitzi und Anton aus der ersten Brut. Denn während Mama Mitzi zum Kotabsetzen immer brav das Nest verlässt, hocken die zu Beginn einer zweiten Brut beinahe ausgewachsenen Jungvögel noch gemeinsam mit ihrer Mutter auf dem Nest. Und da kleine Wellensittiche noch nicht stubenrein sind und das, was ihre Eltern ihnen oben hineinfüttern auch irgendwann wieder am gegenüberliegenden Ende des Vogels hinausmuss, können Wellensitticheier auch mehr oder minder stark verschmutzen. Da ein Ei ein poröser Körper ist, der über diese Poren durchaus mit seiner Umwelt in Kontakt steht, kann der Kot bei einer zu starken Verschmutzung dem Ei und damit die potentiellen Küken schaden. Im schlimmsten Fall kann ein verschmutztes Ei dazu führen, dass ein Embryo abstirbt. Die Eier nun aber von dem Kot zu befreien oder gar zu waschen ist jedoch alles andere als ratsam. Durch die mechanische Beanspruchung kann das Ei zerbrechen oder durch eine gut gemeinte Waschaktion können Keime noch viel eher ins Innere des Eis gelangen und dem neuen Leben schaden bzw. diesem ganz schnell den Gar ausmachen. Von daher ist es besser die Eier so zu belassen, wie sie sind. Im Falle von Mitzi beeinträchtigt der Schmutz auf der Eierschale das Heranreifen der Küken glücklicherweise nicht bzw. noch nicht. Positive Erkenntnis. Auch wenn schon hundert Mal gezeigt, so lässt sich anhand des Fotos sehr schön erkennen, dass es sich bei den Eiern, die Mitzi aktuell hegt und pflegt, nicht nur um Luftnummern handelt. Wenn das nun mit dem Schlupf und der Kükenaufzucht genauso gut funktioniert, wie mit dem dazu vorgelagerten notwendigen Akt, hätte ich keine schlaflosen Nächte.



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Küken 1 von 2
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: weiblich
Farbschlag: Opalin Dunkelblau EGG1
Status:
•  Ausgeflogen, noch nicht abgabebereit.
Küken 2 von 2
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: weiblich
Farbschlag: Normal Dunkelblau EGG1
Status:
•  Ausgeflogen, noch nicht abgabebereit.



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18. Oktober 2020:     Zurück zur Normalität



Update 19.10.2020: Vielen Dank für den Hinweis. Einige findige Leserinnen und Leser haben es korrekt erkannt, der zugehörige Text zu den Bildern und dem Video wurde wohl nicht hochgeladen. Nun hat es geklappt.

Wie der Titel jedoch schon vermuten lässt und auch die Bilder der beiden wohlgenährten Küken zeigen, läuft aktuell alles wieder ganz nach Plan in der kleinen Wellensittich-Familie. Ich wiederhole ... aktuell. Denn welch kolosale Katastrophe wieder an der nächsten Brutstation wartet, vermag ich nicht vorherzusehen, genauso wenig, wann es genügend abgabebereite Jungtiere für alle gibt. Denn wie man an den Fotos auch erkennen kann, gibt es leider momentan einfach nicht mehr Küken als die beiden Überlebenden. Da es in letzter Zeit auch wieder vermehrt zu Besuchsanfragen gekommen ist, weil die Küken ja so niedlich sind, muss ich leider anmerken, dass Besuche aufgrund der aktuellen Viruslage nicht möglich sind. Das tut mir zwar leid, ist aber so. Aber nun zu den zwei Hauptdarstellern dieser Brut.

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Beäugen sich nicht nur gegenseitig gerne, die zwei unzertrennlichen Familienmitglieder. Auch der Herr Züchter wird genauestens beobachtet. Schließlich hat er auch ein paar Tage versucht den Sprössligen futtertechnisch unter die kleinen Flügelchen zu greifen, wenn das Angebot auch nur widerwillig bis gar nicht angenommen wurde. Sie schauen zudem recht zufrieden aus der Wäsche, die beiden Mini-Damen im Flaumkleid. Zumindest sieht es derzeit ganz danach aus als wenn hier zwei Zwerge, die dem weiblichen Geschlecht zugeordnet werden können, unermüdlich heranwachsen.



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Wie schön sie gewachsen sind, zeigen auch die nachfolgenden Bilder der am selben Tag geschlüpften Küken. Mittlerweile sind sie auch schon ziemlich frech und nagen auch beherzt an den Fingern des federlosen Zweibeiners.



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Aber auch mal geruhsam in die Hand des fürsorglichen Futtergebers kuscheln macht den Beiden bei der allabendlichen Nestkontrolle Spaß … jedoch ist diese Phase nicht von langer Dauer, denn wenn die Kleinen erstmal fliegen und die große weite Welt selbst erkunden können, war es das mit den herzerwärmenden Krauleinlagen.



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Kleiner Zeitsprung. Dieses Bild zeigt, dass bei den goldigen Küken neben dem obligatorischen Flaum auch schon die ersten Federchen sprießen. Es geht also gut voran beim Kükenwachstum. Elender Eierdieb. Der Herr Züchter ist schon ziemlich gemein. Nun legt Mama Mitzi bereits die ersten Eier einer hoffungsvoll erwarteten zweiten Brut und er hat nichts anderes zu tun, als diese auszutauschen. Aber dieser heimtückische Eierklau hat nur den einen Grund, dass sich Mitzi jetzt nicht auch noch mit einer unkontrollierten zweiten Brut übernimmt. Ich werde ihr dennoch ein paar selbstgelegte Eier im Nest lassen, denn eine zweite Chance hat jeder verdient.



Putzige Flaumknödel
Zwei putzige Flaumknödel zeigt dieses Video. Die beiden Knirpse sind wirklich herzallerliebst, auch wenn sie sich dazu entscheiden, die Finger menschlicher Opfer auf ihre Bissfestigkeit hin zu testen. Glücklicherweise werden sie wirklich gut gefüttert, was sich auch sehr schön an den geleerten Futternäpfen der Zuchtbox und den gefüllten Kröpfchen der Küken beobachten lässt. Es müsste schon mit dem Teufel zugegen, wenn die Beiden es nicht schaffen sollten. Aber hier lehne ich mich mal lieber nicht zu weit aus dem Fenster und hoffe einfach nur das Beste.



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Küken 1
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: -
Farbschlag:-
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.
Küken 2
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: -
Farbschlag:-
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.



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7. Oktober 2020:     Tragische Verluste



Der Titel dieses kurzen und traurigen Updates bedeutet schon nichts Gutes. Denn die kleine Kükenschar ist in den letzten Tagen auf schreckliche Art und Weise geschrumpft. Anton und Mitzi hatten sich dazu entschieden, eine Fütterungspause einzulegen. Weder Quell- oder Aufzuchtfutter noch ganz normale Körnchen haben die Beiden angerührt, was wiederum fatale Folgen für die drei jüngsten Küken hatte. Diese sind dadurch leider verstorben. Da konnte auch ich, mit all meiner Expertise in der Welli-Aufzucht, nur hilflos zusehen. Auch Nummer 1 und 2 wurden so gut wie nicht mehr gefüttert. Versuche meinerseits, die zwei geschwächten Zwerge zusätzlich mit einem Nahrungsbrei zu unterstützen, wurden von den Beiden kaum in Anspruch genommen. Glück im Unglück hat sich beim Brutpaar jedoch wieder etwas Positives getan, haben sich Anton und Mitzi doch gerade noch rechtzeitig wieder auf ihre einstigen Stärken besonnen, bevor diese Brut vorzeitig beendet worden wäre. Und so schlagen sich die beiden verbliebenen Nachkommen, den grausamen Umständen entsprechend, recht wacker. Ich hoffe, das bleibt so.

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Mussten erst den Verlust dreier Geschwister verkraften, anschließend stand es auch kurze Zeit nicht gut um die beiden übriggebliebenen Flaumzwerge, da Mama Mitzi und Papa Anton ihrer elterlichen Fürsorgepflicht nicht mehr nachgekommen sind. Und auch der stets bemühte Herr Züchter kann eben eine Welli-Mama und einen Welli-Papa nicht gänzlich ersetzen, so gut er sich um die hungrigen Küken auch kümmern mag. Denn es ist, wie schon des Öfteren angemerkt, keine leichte Aufgabe solch junge Sprösslinge durchzubekommen.



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Die, für die Küken und den Herrn Züchter, eher unfreiwillige Zufütterung mit einem nährstoffreichen Aufzuchtbrei hat jedoch zumindest dazu geführt, dass ich die Zeit überbrücken konnte, bis Anton und Mitzi ihre, für ihre zuletzt geborenen Küken, tödliche Auszeit für beendet erklärt haben. Aktuell füttern sie ihren Nachwuchs beinahe wieder so als hätte es diesen bitteren Zwischenfall nie gegeben. Ein Grund zum Entspannen ist dies jedoch noch lange nicht.



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Küken 1
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: -
Farbschlag:-
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.
Küken 2
- Elterntiere: Mitzi & Anton

Schlupfdatum: 23.09.2020
Geschlecht: -
Farbschlag:-
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.



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1. Oktober 2020:     Vorbildliche Vorzeigefamilie



... bislang jedenfalls. Und so folgt auch endlich das lang erwartete Update zum Brutstatus meines angesetzten Pärchens. Die letzten Tage hat sich hierbei viel getan und das ausnahmslos in positiver Hinsicht. Auch wenn mich Mitzi schon beim Durchleuchten der Eier auf die Folter gespannt hat, war mir fast schon klar, dass Küken Nummer 1 und Nummer 2 so ziemlich zeitgleich schlüpfen würden. Dennoch blieb es spannend, ob es auch so sein würde. Und in der Tat sind die beiden ersten Winzlinge am selben Tag zur Welt gekommen. Die anderen Geschwister folgten dann dem normalen Trott des zu erwartenden Lege- bzw. Schlupfbetriebs. Bis jetzt stemmen Anton und Mitzi den neuen Lebensinhalt mit ihren geschlüpften Wellensittichküken wunderbar und ohne Murren, denken die Beiden doch tatsächlich schon an eine Zeit nach der aktuellen Kükenaufzucht.


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Schlupf im Doppelpack. Nur wenige Minuten Schlupfabstand liegen zwischen diesen beiden Geschwistern. Grund hierfür ist Mitzis verzögerter Brutbeginn. Wie schon dieser Schlupfstart zeigt, hat sie erst ab dem zweiten abgelegten Ei wirklich fest mit ihrer Bruttätigkeit begonnen. Dafür hat sie die Bebrütung ihres Geleges dann auch ohne Zwischenfälle … und ich wiederholde mich hier gerne … vorbildlich beendet.



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Denn wie auf den aktuellen Kükenbildern gut zu erkennen ist, sind die nachfolgenden Schlupfanwärter ohne Verzug zur Welt gekommen ... ... und werden wirklich fürsorglich von ihren Eltern umsorgt. Doch die beiden gefiederten Erziehungsberechtigen gehen momentan noch ganz anderen körperlichen Ertüchtigungen nach ...



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Meister im Matratzensport. Anton und Mitzi lassen auch gar nichts Anbrennen und vertreiben sich die Zeit zwischen dem Wärmen der Küken und der Futterübergabe zwischen Mann und Frau mit weiteren Bettgeschichten während der noch laufenden Brut. Aber Halt, hier sollten erst einmal die aktuellen Abkömmlinge versorgt werden bevor es an die Planung einer Großfamilie geht. Jedenfalls beweisen die Turteltäubchen, dass zumindest sie alles andere als liebesmüde sind mit ihrer zur Schau gestellten und ausgelebten Bettlägerigkeit, wenn es um das wellische Liebesspiel geht. Das wilde Treiben schaut zwar alles andere als bequem und romantisch aus, den Herrn Züchter freut's aber … wer hätte es gedacht … da diese außergewöhnlich anstrengende Akrobatik in aller Regel Nachwuchs verheißt. Aber wie schon mehrfach angemerkt, erstmal die momentanen Knirpse gut durchbringen, dann sieht man weiter. Gott sei Dank beeinflusst dieser lüsterne Liebestaumel die alltägliche Arbeit der Wellensitticheltern noch nicht.



Ein Wellensittichweibchen will Futter
Eine rostige alte Volierentüre, eine quietschende ungeölte Schaukel? Nein! Das ungewöhnliche Geräusch, das den Herrn Züchter in freudige Verzückung versetzt, stammt von Mama Mitzi! In der Welt der Wellensittiche gehört diese schrille Art des Lautgebens zum guten Ton, bedeutet sie doch, dass das Familienleben inklusive Kükenaufzucht noch vollkommen intakt ist. Jedenfalls spielt auch Papa Anton immer noch brav mit, auch wenn er sich manchmal wundert in welche Situation er da nur hineingeraten ist. Und so ist dieses Betteln um Futter eines Weibchens bei seinem Männchen ein gutes Zeichen und zeigt dem Herrn Züchter als auch vogelkundigen Wellensittichliebhabern, dass nun auch Papa Anton mit ins Boot geholt wurde, um eine ausreichende Versorgung der Küken respektive der geliebten Gattin zu gewährleisten.



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20. September 2020:     Gemeine Geburtenkontrolle



Mit dieser fiesen Art der Freizeitaktivität hat sich der unbarmherzige Herr Züchter in den letzten Tagen ausgiebig beschäftigt. Doch das zügige Austauschen frisch gelegter Eier mit immerzu unbefruchteten Attrappen hatte auch einen ganz bestimmten Grund. Ich möchte nicht, dass Mitzi bei ihrer ersten Brut einen auf unnachgiebig kükenproduzierende Franziska macht. Denn wie auf den folgenden Fotos gut zu erkennen ist, scheint auch diese blaue Dame im selben Fahrwasser unterwegs zu sein wie die ehemalige Überglucke.

Um weiteren Fragen vorzubeugen. Leider haben sich aktuell nur Anton und Mitzi für eine Familienplanung entschlossen. Sowohl Alois und Josefine als auch die Frischlinge Sepp und Zenzi sitzen wieder bei ihren Artgenossen im Schwarm, da die beiden Paare bis auf die teils schwülstigen Liebesschwüre ihm die eigentlich anschließend angedachten Nachkommen schuldig blieben. Weitere Vorbesteller kann ich daher aus Ermangelung an liebestollen Kleinaustraliern momentan keine mehr annehmen, da auch erst einmal Anton und Mitzi beweisen müssen, dass sie nicht nur emsige Eierwärmer, sondern auch liebevolle Elterntiere sind.

Anmerkung Nummer zwei betrifft die Kalender für 2021. Auch wenn sich das Jahr im Endspurt befindet, ist die allseits beliebte Bildsammlung noch in Produktion. Denn auch willige Welli-Models wollen erst einmal gefunden werden, um diese dann im passenden Moment von ihrer Schokoladenseite aus auf digitales Zelluloid zu bannen. Sobald die Kalender für nächstes Jahr fertig sind, werde ich das selbstverständlich hier kundtun.

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Dem zu Beginn der Brut noch sehr euphorischen Anton schwant Übles. Seine geliebte Mitzi lässt sich kaum mehr blicken, er darf die brutwütige und abweisende Dame nicht mal mehr liebkosen und er ist jetzt auch noch einzig und allein für die Futtermittelanschaffung zuständig. Die traute Zweisamkeit mit seiner Angetrauten hat sich das grüne Hähnchen sicherlich anders vorgestellt. Mitzi ist derweil voll im Brutmodus. So sehr, dass sie nun wirklich kaum mehr ihr Nest verlässt. Auch die Größe ihres Brutkots hat noch einmal zugenommen … aber das Thema hatte ich schon beim letzten Update. Argwöhnisch beäugt sie jedoch den durch den Türspalt spannenden Herrn Züchter.



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Hierbei kennt die werdende Mama auch kein Pardon. Wenn ihr die voyeuristische Veranlagung des auf der Lauer liegenden Hobbyfotografen zu bunt wird, dann äußert sie sich dazu auch lautstark. Richtig so! Tschüss Herr Züchter und mach die Tür zu, es zieht! Denn zu sehr sollte man seinen brütenden Weibchen nicht auf die Pelle rücken. Denn manche Mädels reagieren äußerst angriffslustig auf spannende Vogelliebhaber. Andere wiederum verlassen unter diesen störenden Blicken auch fluchtartig ihr Nest. Daher ist auch bei einer Bestkontrolle immer äußerste Vor- und Umsicht geboten, damit kein Ei zu Bruch geht und die Henne das Gelege nicht für immer verlässt. Voll bestückt. Mitzi hat bei insgesamt acht Eiern aufgehört zu legen. Wie einigen schon aufgefallen sein dürfte, liegen neben den fünf Eiern von Mitzi auch drei etwas größere Kunststoffeier im Nest.



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Dieser unverschämte Eieraustausch war jedoch notwenig, damit sich Mitzi nicht übernimmt. Denn wenn ich mal brütende Wellensittichweibchen habe, tendieren diese ungemein zur Übertreibung was die Produktion von neuen Nachfahren angeht. Hier noch einmal der direkte Vergleich zwischen einem künstlich hergestellten Plastikei (links) und einem natürlich produzierten Wellensittichei (rechts) Küken im Anmarsch. Zweifelsfrei sind nun alle fünf Original-Eier von Mama Mitzi befruchtet. Der Schlupf sollte im Laufe der nächsten Woche starten. Es bleibt also spannend!



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11. September 2020:     Spannender als jeder Krimi



... ist zumindest Mitzis und Antons Brut. Denn vor allem die Dame der Welli-Schöpfung ließ während der letzten Zeit den Herrn Züchter ziemlich zappeln. Und so ist die Mitzi unter den gefiederten Australiern eine wahre Weltmeisterin im auf die Folter spannen. Wie so oft schon manches Wellensittichweibchen hat sie geschickt versucht, den Herrn Züchter gekonnt hinters Licht zu führen, denn erst weit nach der Ablage des drittens Eis konnte dieser ein winziges Leben in Kalkschale Nummer 1 gerade so erahnen. Normalerweise erkennen die geübten aber mittlerweile auch betagten Züchteraugen ein kleines Küken oft schon kurz nach der Ablage. Daher kam auch schon der Gedanke auf, dass wohl in Ei Nummer 1 kein kleines Küken heranwachsen würde. Doch Mitzi, die sich auch während ihrer ersten abgelegten Eier auffällig häufig außerhalb des Nistkastens aufgehalten hatte, zelebriert ihre Brut wohl gerne gewollt adrenalintreibend. Hoffentlich setzt sich diese Eigenart der Dame nicht auch noch bei der Kükenaufzucht fort, denn so viel Drama ist nichts für die sowieso schon strapazierten Züchternerven. Aber Mitzi weiß eben, wie sich mit dem Herrn Züchter umzugehen hat.

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"Anton, nun pass mal gut auf! So checkt das der eher einfach gestrickte Herr Züchter niemals nimmer, dass bei uns was im Busch ist. Also damit das auch so bleibt, ihn erstmal verdutzt und unschuldig anschauen als könnten wir kein Wässerchen trüben ... ... und wenn der einfältige Kerl wegschaut, gibt's zur Belohnung auch ein kleines Bussi! Und nur nichts anmerken lassen! Da kommt der nie drauf, was hier gerade läuft!"



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Naja, ganz so einfältig ist der Herr Züchter dann doch nicht, denn wenn sich ein Welli-Paar zusammen eine Bruthöhle herauspickt und diese auch neugierig untersucht, weiß selbst auch ein Zuchtfrischling, wo der Hase läuft. Lange hat es jedenfalls nicht gedauert, bis das erste Ei im Nest lag und der Herr Züchter sich schon überschwänglich freute. Aber diese Vorfreude auf anstehende Küken sollte Mitzi noch ganz schön auf die Probe stellen ... ... Zwar wurde auch Ei Nummer 2 planmäßig abgelegt. Doch wenn eine Wellensittichdame nicht gerade Franziska heißt und einen unbändigen Brutwillen an den Tag legt, kann es durchaus mal vorkommen, dass diese es nicht so genau nimmt mit dem Warmhalten ihrer abgelegten potentiellen Nachkommenschaft. So auch im Fall der gewieften Mitzi.



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Vor eine schier unlösbare Aufgabe stelle selbst den erfahrenen Herrn Züchter das Erkennen der erfolgreichen Befruchtung des Geleges. Hier kann sich aber jeder selbst ein Bild anhand der folgenden Fotos und dem ersten Video machen. Wie man geschickt einen Spannungsbogen aufbaut und diesen fast schon überreizt, hat Mitzi bei ihrer Brut so gut drauf, dass sie doch glatt hätte Kriminalautorin werden können, wenn sie nun nicht Wellensittichmama werden würde. Solch Nervenkitzel zu verbreiten schafft meist nicht mal ein gut geschriebenes Blattwerk über Mord und Todschlag. Denn wie der bemühte Herr Züchter vor Aufregung nägelkauend das erste Ei auch drehte und wendete, die Spuren neuen Lebens waren erst einen weiteren Bruttag später, mit einer Engelsgeduld und einem scharfen Verstand zu erahnen. Mitzi ist jedenfalls im Spuren verwischen äußerst raffiniert. Wenn der Herr Züchter zur abendlichen Kontrolle antrat, tat sie so, als würde sie sich außerhalb des Nistkastens nur turtelnd mit ihrem Gatten die Zeit vertreiben, von einer Brut keine Spur. Da hat sie wohl einige schockierende Schinken mehr gelesen als der in Sachen Wellensittichzucht detektivisch veranlagte Herr Züchter. Aber Mitzi war im falschen Fährten legen dann doch etwas zu nachlässig, wie sich nun eindeutig herausstellte. Hoffentlich entpuppt sich die Kükenaufzucht dann nicht auch als solch ein nervenaufreibendes Katz- und Mausspiel, da ich liebend gerne auf spannungsgeladene Szenen während des Kükenschlupfs und der Aufzucht verzichten kann.



AnMiB1-20-07 Wo ist das Küken
Bitte antreten zum Sehtest! Hier muss man schon ganz genau hinschauen, denn das Küken in Ei Nummer 1 ließ sich nur sehr schwer ausmachen. Dabei ist das Bild hier schon so wohlwollend bearbeitet, dass man nun das kleine Küken auch erkennen könnte. Ein wenig besser kann man die Befruchtung meiner Meinung nach im folgenden Video sehen. Hier wurde ich beim Probeschauen aber auch schon auf wahnhafte Hirngespinste bei der verzweifelten Suche neuen Lebens bezichtigt. Die nachfolgenden Tage sollten mir aber geistige Rehabilitation bescheinigen. Harte Schale, weicher Kern. Diesen Winzling mit bloßen Augen auszumachen stellte den besorgten Herrn Züchter schon vor leichte Probleme. Aber verbergen konnten die beiden angehenden Elterntiere ihr kleines Geheimnis letztendlich dann doch nicht, wie nachfolgend unter Beweis gestellt wird.



AnMiB1-20-09 Zwei Winzlinge
Und hier mal ein gut gemeinter Ratschlag. Mit der Nase am Bildschirm kleben bringt nichts, denn dadurch erkennt man die beiden Küken noch weniger. Daher mal der Hinweis eines ausgefuchsten Eierguckers. Einfach ein wenig Abstand zum bildgebenden Gerät einhalten, am besten in einem abgedunkelten Zimmer. So lassen sich die beleuchteten Eier besser betrachten und es klappt auch locker mit dem Ausfindigmachen der Mikro-Wellis ... ... ebenso hier im zweiten Video. Und für diejenigen, die meinen, ich mache mir hier nur einen Spaß darauf sehnsüchtig auf Küken wartende Interessenten auf den Arm zu nehmen, habe ich die verkapselten Knipse sogar mit Pfeilen markiert. Alleine schon, damit auch ich als erfahrener Zuchtzeitgenosse die kleinen Würmchen schneller wiederfinde.



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Mitzi war zwar jetzt bislang die beste Anwärterin im Bewahren ihres Brutgeheimnisses. Doch nachdem klar war, dass die ersten Eier befruchtet sind, hegte auch ich keine Zweifel mehr, dass die nachfolgenden Eier keine Küken beinhalten könnten. Und auch hier habe ich bislang Recht behalten, weshalb ich nun auch vorerst beruhigt dieses vielversprechende Brutupdate geben kann, ohne über ungelegte und vor allem unbefruchtete Eier zu quasseln. Wobei ich erst einmal mit gedämpften Erwartungen an diese neue Brut herangehe, denn das Wort vielversprechend habe ich während der letzten Bruten allzu häufig in Gebrauch gehabt.



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Philosophieren über tierische Hinterlassenschaften. Das bedeutet nicht, dass der Herr Züchter eine gewisse Affinität gegenüber Kot hat, im Gegenteil. Als Wellensittichumsorger benötigt man eben auch ein gutes und geschultes Auge, was die Zusammensetzung und Konsistenz von Wellensittichexkrementen betrifft. Wenn es auch nicht gerade ein appetitliches Thema ist, mit dem man sich als Vogelhalter oder -züchter stundenlang beschäftigen kann, so kann der Stuhlgang der Australier nicht nur Aufschluss über den Gesundheitszustand seiner Schützlinge geben. Wie wohl jeder Vogelinteressierte bereits erkannt haben dürfte, zeigt obiges Bild die Ausscheidungen von Anton und Mitzi im Direktvergleich mit dem noch durchaus bekannten aber vom Aussterben bedrohten europäischen Minimalzahlungsmittel. Und besonders vogelkundigen Brutinteressierten wird sofort klar sein, welcher Kot zu welchem Vogel gehört. Für alle anderen, die in den letzten Brutberichten zu diesem allseits beliebten und nachgefragten Thema lieber angewidert die Äuglein ausgeschlossen haben, folgt nun die Auflösung. Links der normalgroße Wellensittichkot von Anton, rechts die überaus voluminöse Darmausscheidung von Mitzi, welche sich beim stundenlangen Dauerhocken auf dem Nest eben im Darm so ansammelt. Dabei ist dieser Fall einer überaus gewaltigen Ausscheidung noch lange kein Paradebeispiel für die maximal erreichbare Ausscheidungsgröße, die solch eine angestaute Enddarmangelegenheit erreichen kann. Hier spielen vor allem die Faktoren Futtermittelaufnahme und Sammelzeit eine große Rolle. Dieser Kothaufen bescheinigt jedoch in aller Regel auch, dass eine Brut in vollem Gange ist, denn ab diesem Zeitpunkt lässt sich zumindest eine erfolgreich angebrochene Brut nicht mehr von den Damen vertuschen. Pech für die Mitzi, Glück für den Züchter.



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16. August 2020:     Kunterbunte Mischung



Da sich Josefine, im Gegensatz zum allzeit brutbereiten Alois, vor einer möglichen Nachkommenschaftsproduktion noch sehr ziert und sich doch regelrecht bitten lässt, habe ich mich dazu entschlossen, meinen sowieso schon schwindenden Schwarm an libidoschwachen Kleinaustraliern wieder aufzumöbeln. Um in meine brutfaule Meute wieder etwas Schwung zu bringen, sind daher am Wochenende die nicht mehr ganz so jungen Wellensittiche Mitzi, Zenzi, Anton und Sepp in den Sittichpark eingezogen. Wie immer wurden die neuen Paare zu Quarantänezwecken erstmal von den restlichen Wellis separiert, können sich aber dadurch während ihrer Zeit in Isolation schonmal mit den vorhandenen Brutgegebenheiten ein wenig vertraut machen. Vererbungstechnisch werden geneigte Hobby- und vor allem Profizüchter bei der folgenden Geschlechterkonstellation graue Haare bekommen, aber ich will im Falle meiner Wellensittiche mal nicht den bösen Liebes-Miesepeter mimen und Wellensittiche, die sich von Grund auf schon gut leiden können, auf Teufel kommt raus nur mit farblich geeigneteren Partnern verkuppeln. Denn wenn sich die vom Herrn Züchter dann fies vorsortierten Männchen und Weibchen nur noch mit ihren Hinterteilchen anschauen, weil sie sich charakterlich so ganz und gar nicht ausstehen können und dann nicht mal kraultechnisch aktiv werden, schaut es auch mit einer farblich gewinnbringenden Verpaarung sehr mau bezüglich eines sehnsüchtig erwarteten Welli-Nachwuchses aus. Nun aber mal wie folgt die frischen Neuzugänge, auf deren kleine Schultern alle meine Hoffnungen liegen.

Anton Mitzi
Anton und Mitzi haben bereits in ihrem alten Schwarm ausgiebig ihre wellischen Liebesbekundungen zum besten gegeben und waren in selbigem trotz einer riesiger Auswahl an potentiellen Partnern mehr als nur unzertrennlich. Noch ist es viel zu früh, um irgendwelche Mutmaßungen zu einer möglichen Brut abzugeben, aber wenn von meinen aktuell drei angesetzten Paaren eines mit hohen Wahrscheinlichkeit eine Familienplanung nicht nur in der Theorie durchkaut, sondern diese auch praktisch umsetzt, dann ist es wohl dieser grüne Herr mit seiner blauen Angetrauten.



Sepp Zenzi
Sepp und Zenzi waren und sind noch kein Paar. Dadurch, dass sie erst recht frisch einen Umgebungswechsel hinter sich haben und sie sich an den ungewöhnlichen Anblick ihres neuen Futter- und Zuchtmeisters erst einmal gewöhnen müssen, haben sich noch alles andere als eine mögliche Brut in ihren gefiederten Köpfchen. Mit dieser Einstellung sind diese beiden Frischlinge aber nicht allein auf weiter Flur. Denn selbst bei den schon für zwei Wochen angesetzten Zwergen Alois und Josefine nebenan tut sich in Sachen Brut noch rein gar nichts. Da heißt es auch für den Herrn Züchter Geduld bewahren und abwarten was sich so ergibt.



Anton und Mitzi 1 Anton und Mitzi 2
Wer schaut da aus dem Nistkasten? Nach nur einem Tag fühlen sich Mitzi und Anton schon etwas heimisch. Beide haben heute Abend neugierig den Nistkasten genauer inspiziert. Noch hat das aber nichts zu sagen bezüglich einer Brut, wenn es auch ein erster Schritt in die richtige Richtung ist.



Sepp und Zenzi
Während Anton und Mitzi die Zuchtbox schon akribisch unter die Lupe nehmen, brauchen Sepp und Zenzi sicherlich noch eine Weile, bis sie sich akklimatisiert haben.


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1. August 2020:     Testballon



Während einiger Wochen Zuchtpause habe ich die Zeit genutzt, um meine trägen und der Brut überdrüssigen australischen Federkleidträger fit für eine neue angedachte Kükenproduktion zu machen. Eigentlich hatte ich ja nicht damit gerechnet, dass sich in den letzten Tagen ausgerechnet Alois und Josefine als mögliches Brutpaar herauskristallisieren würde. Denn die Beiden waren viel mehr damit beschäftigt, in der Voliere zu randalieren, Spielplätze zu demolieren oder dem Herrn Züchter bei der abendlichen Fütterung schimpfend klar zu machen, welche Lieblingsspeisen des resoluten Pärchens er als Futtermeister mal wieder nicht serviert hat. Doch folgende Anzeichen haben mir dann unmissverständlich die Bewerbung der Turteltäubchen für einen weiteren Brutversuch verdeutlicht.

Josefine und Alois 01 Josefine und Alois 02
Seit ihrem ersten Brutversuch waren Alois und Josefine auch im Schwarm mit allen anderen Artgenossen unzertrennlich. Neben ihrem wankelmütigen Verhalten bei der Partnerwahl, kann auch eine gescheiterte Brut bei den Wellensittichen dazu führen, dass sie sich partnertechnisch umorientieren. Wie schon zuvor angedeutet, war dies bei Alois und Josefine bislang nicht so. Im Gegenteil, hat sie der Aufenthalt im Schwarm noch mehr zueinander geführt. Auch wenn Josefine eine sehr dominante Henne ist und Alois geradlinig zu erkennen gibt. wo es in der Beziehung lang geht, so trifft man sie im Schwarm zum Großteil nur im Doppelpack an, sei es bei einem gemeinsamen Nickerchen auf der Schaukel, bei allen Wellensittichmahlzeiten an den Futternäpfen, dem energischen Schreddern der Korkrinde oder eben bei intimen Krauleinheiten.



Josefine und Alois 03 Bonnie krault Rufus
Auch hat sich, im Vergleich zu ihrem ersten Aufenthalt in der Zuchtbox, die Nasenwachshaut von Josefine tiefbraun verfärbt, wie man auf den Bildern gut erkennen kann. Das ist zwar immer ein sicheres Zeichen, dass eine Dame brutwillig ist, ich hatte jedoch auch schon genug Mädels, bei denen diese starke Braunfärbung der Nasenwachshaut in Verbindung mit einer erfolgreichen Brut keine Rolle gespielt hat. Von daher bin ich gespannt, was sich in den nächsten Wochen bei Alois und Josefine bezüglich einer Brut und ein paar Küken tut. Da ich nun auch schon einige Male auf mein altes Brutpärchen, bestehend aus Daphne und Rufus, angesprochen wurde, anbei mal die aktuelle Liebeslage. Rufus hat sich nach der letzten Brut mit Daphne für meine Bonnie entschieden. Die grüne Dame ist jedoch mit 11 Jahren leider nicht mehr zur Brut geeignet, zudem würde mich großer Wahrscheinlichkeit vor Kummer zugrunde gehen, wenn ich ihr nun ihren Rufus neben und diesen wieder mit Daphne zwangsverkuppeln würde. Deshalb ist das Paar aus Rufus und Daphne momentan keine Option für eine Brut.


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14. Juni 2020:     Au revoir!



Sagen an dieser Stelle die beiden Zwerge Lilly und Bobby. In letzter Zeit gab es nun vermehrt Anfragen zu den beiden Jungtieren von Chlodward und Franziska. Aber wie die Namen schon andeuten, ist das Geschwisterpärchen bereits vergeben. Die beiden Frechdachse sind somit nicht mehr zu haben und wurden für die Abholung durch ihre neue Familie reserviert. Nach der ganzen Tragödie um die letzte Brut werde ich auch vorerst kein Pärchen mehr ansetzen und dem gesamten Schwarm eine Zwangsbrutpause verordnen. Wann es wieder Küken geben wird, kann ich momentan noch nicht absehen und mache dies an der Kondition der Zuchttiere fest. In den nächsten Wochen wird es jedenfalls keine abgabebereiten Jungtiere geben. Aus Papa Chlodward und Mama Franziska wird leider auch nichts mehr. Die Brut mit Beiden ist nahezu gehörig in die Hose gegangen. Zudem interessiert er sich auch viel mehr für Jaqueline und Daphne und sie versucht sich derweil an Rufus. Wie gewünscht werde ich auch die vergangene Brut von Daphne und Rufus zum Nachlesen nochmals online stellen. Ich bedanke mich für das rege Interesse und die netten aufmunternden Worte zur alles andere als optimalen Brut von Franziska und Chlodward.

Ärgern1 Ärgern1
Lilly ärgert ihren kleinen Bruder ganz gerne mal. Das ist bei Wellensittichen, vor allem auch bei manchmal recht ungestümen Jungtieren, ein ganz normales Verhalten und legt sich mit steigender Lebenserfahrung auch recht schnell. Aber auch Bruder Bobby knabbert immer wieder an den Stelzen seiner großen Schwester. Insofern geben sich die Beiden hinsichtlich ihrer Neckereien rein gar nichts.



Mögen sich doch1 Mögen sich doch2
Dabei sind Lilly und Bobby jedoch gottfroh, dass sie sich gegenseitig haben und ihr Leben gemeinsam bestreiten dürfen. Und so sind auch die kleinen zwischenwellische Streitereien in Windeseile vergessen.





Bobby und die Tasse Lilly und Bobby
Standardisierte Erziehungsmaßnahmen durch den Herrn Züchter. Wie sonst während der anderen Bruten auch, lernen die kleinen Wellensittiche unheimlich schnell gesittet aus einem Behältnis zu trinken ... nun ja, die meiste Zeit jedenfalls. Aber nicht nur Bobby ist von der Tasse mit der klaren Flüssigkeit überaus angetan, auch seine Schwester Lilly lässt es sich nicht nehmen etwas von deren Inhalt zu schnabulieren.



Papa Chlodward Tochter Lilly
Blick in die Zukunft. Nach der Jungmauser wird die kleine Lilly vom Farbschlag her kaum mehr von ihrem Papa Chlodward zu unterscheiden sein. Dieser besonders augenscheinliche Farbumschlag im Erwachsenenalter dieser jungen Wellensittiche wird durch die Mutation "Europäisches Gelbgesicht II" induziert. Hierbei geht vereinfacht gesagt die gelbe Färbung des Köpfchens auch ins Körpergefieder der jeweiligen Tiere über. Und wer nun in der Schule in bildender Kunst gut aufgepasst oder die Farben aus purer Langeweile einfach nur angeödet miteinander verquirlt hat, dem wird beim Farbenmix von Gelb und Blau unweigerlich die Farbe Grün in den Sinn kommen. So werden Lilly und Bobby früher oder später, wenn sie erwachsen sind, von ihrer Gefiederfarbe her eher grünlich erscheinen, ganz wie ihre Eltern.



Mama Franziska Sohn Bobby
Auch Mama Franziska zeigt sich im eher grünlichen Gewand und lässt kaum vermuten, dass es sich bei ihr und ihrem Ex-Mann eigentlich um blaue Wellensittiche handelt. Bei ihrem Sohn Bobby lassen sich bereits erste Tendenzen dieser Gefiederumfärbung erkennen. Zudem lässt sich hier bei Franziska und Chlodward auch wunderbar die geschlechtsspezifische Vererbung bestimmter Farbschläge beobachten. Denn im Falle von Mama Franziska, einem normalfarbenen Weibchen, und Papa Chlodward, einem opalinfarbenen Hahn, fallen die Farbschläge bei den Kindern immer so aus, wie hier gezeigt. Männliche Sprösslinge werden also analog des Farbschlages der Mutter ebenso normalfarben. Weibliche Küken gehören derweil dem opalinen Farbschlag an.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Geschlecht: weiblich
Farbschlag: Opalin Dunkelblau Europäisches Gelbgesicht 2

Status:
•  Abgabebereit. Reserviert für Vorbesteller.


Charakterbeschreibung: Lilly ist die Mutige. Während ihr Bruder auch gerne erst einmal aus dem Käfig heraus die Umgebung sondiert, ist die junge Dame sehr schnell für grenzenlose Abenteuer zu haben. Sie quatscht auch gerne mal laut los, wenn sie sich wohl und unbeschwert fühlt. Zudem knabbert sie bereits sporadisch und vorsichtig an einer Möhre, wobei sie diese eher gerne gepflegt schreddert als dass sie diese brav auffuttert.
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020
Geschlecht: männlich
Farbschlag: Normal Hellblau Europäisches Gelbgesicht 2

Status:
•  Abgabebereit. Reserviert für Vorbesteller.


Charakterbeschreibung: Bobby ist zwar eher der zurückhaltende Typ, aber wenn er sich mal aus seiner Behausung bequemt, will auf er ebenso auf Erkundungstour gehen. Meist sind die beiden Zwerge sowieso im Doppelpack unterwegs, vor allem wenn sie Schabernack treiben wollen. Bobby hat es von den beiden Geschwistern eher das Wasser angetan. Denn er trinkt nicht nur gerne aus der kleinen Tasse, er versucht auch seinen fluffigen Körper vergeblich darin zu versenken.


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20. Mai 2020:     Einmal ist keinmal



Das dachte sich auch Mama Franziska und hat prompt mit einer zweiten Brut begonnen. Ohne ihren Clodward! Bevor jetzt die ersten Leserinnen und Leser beschwingt vor Freude auf den Tischen tanzen, da es jetzt ja weitergeht, an dieser Stelle mal der große Haken an der Sache ... Franziska macht das alleine ... ohne Mann! Denn Eierlegen klappt bei einer Dame auch ohne männliches Anhängsel ganz gut, wenn ein Wellensittichweibchen eine passende Brutgelegenheit gefunden hat und Lust zur Brut. Tja, leider Pech gehabt, Franziska. Ein anderes Mal vielleicht wieder mit einem anderen Hahn. Dass diese Brutbereitschaft jedoch auch Auswirkungen auf das Zusammenleben mit ihren Jungen hat, werde ich wie folgt erläutern.

Franziskas neues Nest Unbewohnt
Fleißig, wie ein Bienchen. Franziska legt pünktlich nach ihrer internen Eieruhr die einzelnen Eier in ihr frisch gemachtes Nest. Damit eine Henne in Brutstimmung kommt, bedarf es einer geeigneten Nistgelegenheit und eines geliebten Hähnchens. Dass ein Männchen jedoch nur, ganz unromantisch und oberflächlich gesehen, eine austauschbare Variable in der Gleichung einer Wellensittichbrut ist, zeigt das Verhalten von Franziska. Denn nicht immer benötigen Wellensittichweibchen den Reiz eines gegengeschlechtlichen Gegenübers, um mit der Eiablage in Fahrt zu kommen. Da helfen einer Henne oft auch schon reizvolle Gedanken, damit der Brutmechanismus in Schwung kommt. Keiner da?! Alle zwei Tage entwickelt sich im Eierstock eines Wellensittichweibchen ein neues Ei aus einem Ei-Follikel. Hat sich ein neues Ei aus eben solch einem Follikel im Eierstock gebildet, folgt nach dieser Reifung der Eis der sogenannte Eisprung. Hierbei wird das nahezu fertige Ei, wie wir es kennen, freigegeben in den Eileiter. Zu diesem Zeitpunkt muss bei den Wellensittichen dann bei jedem Ei die Befruchtung stattfinden, ansonsten gibt es keine kleinen Küken. Wird die notwenige körperliche Ertüchtigung also nicht ausgeführt, bleibt das Ei unbewohnt. Ein Ei kann jedoch auch unbefruchtet sein, wenn sich das Pärchen für die nötige Befruchtung zu viel Zeit gelassen hat. Denn wenn sich erst einmal das Eiweiß um die Eizelle gelegt hat, kann das mikroskopisch kleine Wellensittich-Spermium nicht mehr zum Kern der Eizelle vordringen und für neues Leben sorgen. Im weiteren Verlauf der Eibildung erhält das Ei dann seine calcithaltige Schale, ganz gleich, ob nun ein potentieller Sprössling in dem Ei zu finden ist oder eben nicht, wie im Falle dieser zweiten Scheinbrut von Franziska. Die Gesamtzeit der Bildung eines neuen Eis beträgt ungefähr einen Tag, von welchem jedoch ein Großteil der Zeit für die Bildung der Kalkschale benötigt wird.



Franziska in Brutstimmung Kraftvoll zugebissen
Was Mama Franziska nicht weiß, der Herr Züchter hat, trotz des fehlenden Welli-Partners, dennoch vorsorglich den Bewohnungsgrad der Eier kontrolliert. Und die Schierlampe machte das ernüchternde Ergebnis für die gewillte Zweitmama gewiss. Es wird erst einmal keine weiteren Küken von Franziska geben. Franziska würde nach einigen Tagen schon selbst merken, dass sich kein Leben in den Eiern entwickelt und unruhig werden. Es gibt auch Hennen, die ein Gelege aus solchen Windeiern nach einiger Zeit selbst zerstören, weil sie bemerken, dass sie sich auf ihrem Nest nur wund sitzen. Im Falle von Franziska habe ich diese neu gelegten Eier nun alle gegen Kunststoffeier ersetzt, damit auch nichts zu Bruch gehen kann, sollte das Mädel merken, dass sie auf einem leblosen Gelege hockt. Mama kann noch kraftvoll zubeißen. Dieses Bild zeigt recht eindeutig die Konkurrenz im eigenen Stall. Denn Nummer 1 hat von Franziska ganz schön eines auf die Mütze bekommen. Da war es besser diese Wohngemeinschaft, bestehend aus Mutter, Tochter und Sohn, umgehend zu beenden, ehe noch jemand ernsthaft zu Schaden kommt. Übelnehmen kann ich das Franziska in diesem Fall aber nur bedingt, denn hier spielt der Instinkt der überempfindlichen Bruthenne einen Streich. In der Wellensittichwelt sehen Mütter ihre Töchter durchaus auch mal als ernsthafte Konkurrenz und Gefahr für das eigene Gelege an, vor allem, wenn die Hormone während einer Brut verrücktspielen und die Henne nur noch an die Verteidigung ihrer Eier und potentiell geschlüpften Nachkommen denkt. Bei manchen Wellensittich-Weibchen ist dieser Trieb stärker ausgeprägt als bei anderen. Wenn ich mir aber die früheren Bilder und Videos anschaue, auf welchen Franziska trotz der Anwesenheit des neugierigen Herrn Züchters ihre Eier und Küken beschützt, ist das für mich kein ungewöhnliches Verhalten gegenüber ihrer frisch ausgewachsenen Konkurrenz in Form ihrer eigenen Kinder. Aber nicht nur Nummer 1 hat ihr Fett abbekommen, wenn Franziska schonmal gut dabei war Backpfeifen zu verteilen, so hat es ihrer Ansicht nach auch nicht geschadet, ihrem Jüngsten gleich auch noch eines überzubraten. Daher auch das jähe Ende dieser Brut und einen finalen Dank an Franziska, die ihren nun ausgeflogenen und zur Sicherheit separierten Jungtieren noch sehr fürsorglich und geduldig gezeigt hat, wie man Körnchen entspelzen muss. Denn das ist normalerweise die Aufgabe des Wellensittichhahns und weniger des Wellensittichweibchens, geschweige denn des Herrn Züchters.



Bruder und Schwester
Die beiden Jungtiere Nummer 1 und Nummer 3 sind recht fotogen und lieben es, noch vor dem Spielplatz, den Herrn Züchter unsicher zu machen.



Ganz entspannt 1 Ganz entspannt 2
Nach dem ausgiebigen Herumtollen werden die beiden blauen Zwerge aber auch recht schnell müde ... ... und genehmigen sich auch gerne mal außerhalb der eigenen Behausung eine kleine Auszeit. Doch so süß und lieb sind die Beiden nicht immer ...



Ganz schön frech Haarige Angelegenheit
... denn wenn der Akku noch voll ist, sind sie ganz schön frech. Hierbei ist eher der kleine Herr der Vorreiter, während die große Schwester erst einmal die Nageprobe ihres kleinen Bruders abwartet, um dann ebenfalls mit ihren Schnabeluntersuchungen zu beginnen.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Geschlecht: weiblich
Farbschlag: Opalin Dunkelblau Europäisches Gelbgesicht 2
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020
Geschlecht: männlich
Farbschlag: Normal Hellblau Europäisches Gelbgesicht 2
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.


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10. Mai 2020:     Multiple Persönlichkeit



Geduldiger Herr Züchter, begehrter Futtermeister, geschätzter Kraulbeauftragter, hilfreicher Notfallseelsorger, nerviger Heimtierfilmer, anerkannte Welli-Ersatzmama und angenommener Welli-Ersatzpapa ... alle und noch ein paar mehr in einer einzigen Person. Viel Platz im Oberstübchen ist da nicht mehr. Aber ein noch weiter ausufernder Facettenreichtum an Persönlichkeiten, welche in der Wellensittichwelt manchmal vonnöten sind, wären ja auch kaum mehr auszuhalten. Ja, eine Vogelzucht bekleidet viele Ämter, besonders, wenn die Brutpaare leider nicht so mitspielen, wie man sich das eigentlich vorgestellt hat. Eine ähnlich vielfältige Persönlichkeitsstruktur, die dem Herr Züchter beinahe ebenbürtig sein dürfte, zeigt auch Welli-Mama Franziska auf. Sie ist störrische Beziehungstaktgeberin, fleißige Bruthenne, energische Helikoptermama, überforderte Hausfrau, verlassene Ehegattin, erst liebevolle Alleinerziehende, dann wieder überforderte Erziehungsberechtigte und zu guter Letzt geläuterte Wellensittichmutter. Mama Franziska ist nicht nur für eine Überraschung während einer Brut gut, sondern für viele. Anhand des letzten Updates und dem züchterischen Instinkt war es ja leider schon fast vorherzusehen, dass es das kleine Küken Nummer 7, trotz seines großen Kämpferherzens, nicht geschafft hat. Franziska hatte sich von heute auf morgen dafür entschieden, es nicht mehr zu füttern. Auch ich konnte es, trotz aller Erfahrung in der Handaufzucht, leider nicht mehr retten. Seit Chlodward jedoch aus ihrem Leben verschwunden ist, hat sich die letzten Tage bei Franziskas Stimmung etwas grundlegend verändert, wie folgende Bilder zeigen.

Nummer 1 Nistkasten Nummer 3 Nistkasten
Es hat nur Platz für einen. Durch so ein Loch im Nistkasten passt in der Regel nur ein Wellensittich. Da ist es gar nicht so einfach diesen Ausgang zur Außenwelt für sich alleine zu beanspruchen. Denn die beiden Jungspunde können es, ebenso wie der Herr Züchter, kaum erwarten, auszufliegen. Groß genug sind die kleinen Wellensittiche bereits, so dass sie sich eigentlich aus dem beengten Nistkasten in die Freiheit der Zuchtbox wagen können. Doch noch fiebern die große Schwester und ihr kleiner Bruder nur ungeduldig ihrer neuen Behausung entgegen, denn bislang genießen sie auch noch den Schutz und die Geborgenheit des Nistkastens. Allzu lange wird es aber nicht mehr dauern, bis die Beiden außerhalb des Nistkastens zu finden sind.



Mama Franziska
Mama Franziska nun eine großartige Auszeichnung für die Bruthenne des Jahres zu überreichen, wäre eindeutig zu viel des Guten, auch wenn sie bislang die einzige Dame meines Schwarmes ist, welche 2020 gebrütet hat und damit die besten Aussichten auf diesen Titel hätte. Wenn man sich jedoch den traurigen Verlauf dieser Brut in Gänze zu Gemüte führt, wird einem recht schnell klar, dass das mit diesem Titel nie und nimmer etwas wird. Dennoch lässt sie den Herrn Züchter in den letzten Zügen dieser Brut nicht hängen und hilft wieder aktiv mit bei der Aufzucht der beiden verbliebenen Jungtiere. Und wie man an der weißlich beigefarbenen bis hellbläulichen Färbung ihrer Nasenwachshaut erkennen kann, hat sie bis auf weiteres den Schnabel gestrichen voll von einer nachfolgenden Brut. Mangels Männchen wäre das auch kein einfaches Unterfangen für sie. Eine Dame, die vollkommen im Brutmodus ist, zeigt dies an einer gänzlich tiefbraunen Farbe ihrer Nasenwachshaut. Aber Franziska genießt jetzt erst einmal ihr Leben allein. Schlimm findet sie dieses nicht, denn sie quatscht oft vergnügt in der Zuchtbox, während ihre Küken im Nistkasten ein kleines Nickerchen abhalten. So gelöst habe ich sie seit dem Einzug in meine Zucht nicht mehr gesehen.



Welli-Muttertag
Löffeltest negativ ... zumindest ansatzweise, denn ein wenig wird bei dem Testergebnis noch geschummelt. Zu verführerisch ist der Löffel mit dem Kükenbrei inzwischen geworden. An dieser Stelle am heutigen Tag auch ein kurzer Gruß an alle aktiven Welli-Mamas. Da der Herr Züchter momentan mal wieder die Rolle des Wellensittichweibchens innehat, kann er sich erneut ganz gut in die Lage der geflügelten und ungeflügelten weiblichen Wellensittich-Erziehungsberechtigten hineinversetzen. Glücklicherweise schnäbeln die beiden Küken immer weniger das Aufzuchtfutter des Übergangselternteils und konzentrieren sich lieber darauf, ihrer biologischen Mutter ziemlich penetrant auf den Senkel zu gehen, wenn es darum geht, ihre leeren Mini-Mägen zu füllen ... wobei diese gar nicht mal so mini sind, wie ich mir selbst bei der Fütterung dieser kleinen Gierschlunde mal wieder eingestehen musste. Seit zwei Tagen knabbern die Geschwister auch schon eifrig in Eigenregie an der Kontrollkolbenhirse, welche zum Training der eigenen Körnerknackfähigkeiten im Nest untergebracht ist. Meist macht jedoch Mama Franziska kurzen Prozess mit dem Süßgras und futtert dieses entweder selbst auf oder verbannt den Störenfried aus dem Nistkasten. Immerhin beschäftigt sich so die kleine Familie auf spielerische Weise mit einem gemeinsamen Problem und kommt so … hoffentlich … auf keine dummen Gedanken.



Nummer 1 Schüssel Nummer 3 Schüssel
Lange wird es nicht mehr dauern bis die beiden Geschwister den Zuchtraum unsicher machen. Denn wer schon auf den Rand der Schüssel sitzen kann ... ... wird auch bald schon herausfinden, dass einen die kleinen Flügelchen bei gutem Training noch an ganz andere Orte tragen können.



Durch dick und dünn
Nachdem, was Nummer 1 und Nummer 3 alles gemeinsam durchgestanden haben, werde ich sie auch nicht mehr getrennt abgeben, denn diese tragischen Erfahrungen haben die beiden Jungwellis auf ewig zusammengeschweißt ... und wenn nicht für die Ewigkeit, dann zumindest für eine gewisse Zeit.



Franziska Freiflug Wir haben Hunger
Franziska hat sich bei der abendlichen Nestkontrolle, nach langem Überlegen, ebenso dazu entschieden, einen kurzen entspannenden Freiflug wahrzunehmen ... ... welchen sie aber beinahe unverzüglich wieder bereut hat. Denn wer gedenkt, mit seinen Kleinen nur einen friedlichen Abendspaziergang genießen zu können, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn die beiden Knirpse haben ziemlich zügig verstanden, dass ihr mobiler Futterautomat jetzt auch außerhalb des Käfigs verfügbar ist. Und dessen Dienste wollten sie natürlich gleich mal in Anspruch nehmen. Mama Franziska trug es mit Fassung, denn ihr tollpatschiger Nachwuchs kann es flugtechnisch mit dem anmutig umherflatternden Muttertier noch lange nicht aufnehmen.



Nummer 3 Freiflug Nummer 1 Freiflug
Nummer 3 kann momentan nur mit großen Augen stauen, welche Flugakrobatik die gewiefte Mama auf dem Kasten hat. Nummer 1 ist da schon eine Stufe weiter. Die junge Dame versucht sich schon fleißig am flatterhaften Freiflugtraining. Das klappt noch nicht ganz wie von ihr gewollt. Aber zum Auffangen bei einem angesetzten Sinkflug kann immer noch der Herr Züchter angesteuert werden. Der fängt einen ja immer breitwillig auf.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Geschlecht: weiblich
Farbschlag: Opalin Dunkelblau Europäisches Gelbgesicht 2
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020
Geschlecht: männlich
Farbschlag: Normal Hellblau Europäisches Gelbgesicht 2
Status:
•  Sitzt noch im Nest, noch nicht abgabebereit.


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4. Mai 2020:     Achterbahn der Gefühle



Ganz so einfach waren die letzten Tage nun leider doch nicht. Während sich die beiden großen Küken recht gut per Handaufzucht versorgen lassen, hat sich die kleine Nummer 7 als regelrechtes Sorgenküken entpuppt. Denn Mama Franziska konzentriert sich momentan eher auf die beiden älteren Geschwister als auf den jüngsten Vertreter der Familie. Papa Chlodward musste derweil das familiäre Umfeld verlassen. Aber eins nach dem anderen.



Löffelküken Nummer 1u3a Löffelküken Nummer 1u3b
Können es kaum erwarten. Die große Schwester und ihr kleiner Bruder warten schon sehr ungeduldig auf eine mehr oder weniger leckere Zwischenmahlzeit. Glücklicherweise haben die Beiden das Fütterungsangebot des Herrn Züchters angenommen, denn so ungenießbar ist sein Gaumenschmaus für kleine Welli-Küken nun auch wieder nicht. Nummer 1 und Nummer 3 sind zwar mit ihrem Alter von knapp vier Wochen beinahe schon fertig ausgewachsene Kleinpapageien, aber noch sind sie nicht in der Lage, sich selbst zu ernähren. Daher kredenzt der Herr Züchter momentan auch diese breiige Alternative, die bei kleinen Küken mindestens so beliebt ist, wie bei vielen Kindern der Spinat. Einen gemeinsamen Vorteil haben die beiden gern verschmähte Speisen jedoch, sie machen den jeweiligen Nachwuchs groß und stark.



Löffelküken Nummer 1u3c
Da Mama Franziska die Beiden momentan aber noch mitfüttert, hoffe ich, dass es zu keinen weiteren Komplikationen während des Endspurtes dieser Brut kommt.



Löffelküken Nummer 7 Mama Franziska allein
Wenig erbaulich. Die kleine Nummer 7 wird aktuell von mir schon genötigt zu futtern. Sie ist danach oft so geschafft, dass sie erschöpft in der Hand einschläft. Bekommt ein kleines Küken zu wenig Nährstoffe, stockt nicht nur sein Wachstum, es geht auch mit seiner Gesundheit ziemlich schnell bergab. Ist es dann nicht bereit zu kämpfen oder schon zu schwach, um sich auf den Füßchen zu halten, wird es selbst mit der besten Pflege der Welt eine äußerst schwierige Aufgabe, solch einen geschwächten Zwerg zu retten. Daher kann ich es nur noch einmal wiederholen. Ein Handaufzucht ist kein Zuckerschlecken. Vor allem nicht für das betroffene Küken. Wird diese Fütterung unsachgemäß durchgeführt, kann das Küken im schlimmsten Fall sogar ersticken. Nun stellt sich natürlich die Frage, wieso Franziska nach der guten Rundumversorgung des Kleinsten nun anfängt plötzlich zu schwächeln und gezielt gerade das hilfsbedürftigste Küken im Stich lässt? Welli-Mamis haben, wie früher bereits angesprochen, einen beinahe schon übernatürlichen Sinn dafür, wenn etwas mit ihren Küken nicht stimmt und bemerken, wenn diese vielleicht krank oder nicht überlebensfähig sind. Ob das bei Nummer 7 nun der Fall ist, ob es an der allgemein belastenden Situation der Dame liegt oder bei einem Kükensterben von knapp 60% nicht irgendeine Erkrankung im Busch ist, wovon fast auszugehen ist, lässt sich leider nach aktuellem Stand nicht genau sagen. Wichtig ist jetzt nur, den kleinen Wurm womöglich noch zu retten. Denn meine Erfahrung sagt mir zwar, dass es überhaupt nicht gut um das kleinste gefiederte Familienmitglied steht, aber aktuell ist noch nicht der Zeitpunkt gekommen, die Flinte ins Korn zu werfen. Denn das hilft dem kleinsten der drei Knirpse in der Stunde der Not auch nicht weiter. Häusliche Gewalt unter dem Federvolk. Franziska schaut noch ein wenig verunsichert aus dem Nistkasten, denn sie ist seit heute Abend alleine mit ihren drei Kindern. Papa Chlodward hat sich die letzten Tage als nicht besonders feinfühlig erwiesen. Anstelle seinem Weibchen unter die Flügel zu greifen, hatte er es nur auf den für die Kükenproduktion wichtigen vorgelagerten Akt abgesehen. Der mehr als gestressten Mama Franziska war überhaupt nicht danach, schaffte sie doch alleine das Futter für ihre Küken in den Nistkasten, was die Nahrungsaufnahme für sie zum Spießrutenlauf werden ließ. Chlodward hat sich an seinem unangebrachten, instinktgetriebenen Verhalten nicht gestört. Nur widerwillig konnte sich die Dame dem aufdringlichen Hähnchen erwehren. Zudem ist Chlodward, ohne Intention seine Frau oder die Küken zu füttern, die letzten Tage oft in den Nistkasten gekrabbelt. Ein durchaus normales Verhalten in der Welt der Wellensittiche. Aber nicht, wenn diese Besuche stets in Streitereien und Geschimpfe endeten. Den Küken ist hierbei zum Glück nichts geschehen. Also musste der junge ungestüme Herr zur Sicherheit ausziehen, während der Herr Züchter weiterhin um die Existenz seiner Küken bangen muss.



Chlodward 1 Chlodward 2
Ein Hahn auf Brautschau. Chlodward ist sichtlich froh, in Freiheit zu sein und Frau und Familie hinter sich gelassen zu haben. Keine einzige Träne hat der Kurzzeitpapa seinen Sprösslingen und seiner Dame nachgeheult und stattdessen sofort nach seinem Einzug in die Voliere die neue abwechslungsreiche Damenwelt auf den Prüfstand gestellt … diese war alles andere als begeistert … Harte Kopfnüsse für eine weiche Birne? Die Mädels Bonnie und Jaqueline sind überhaupt nicht angetan von Chlodwards Imponiergehabe und verteilen an ihn nur reihenweise Watschen und eben unzählige Kopfnüsse. Vielleicht ist er in einer Art Paarungsrausch und schmerzunempfindlich … vielleicht merkt er das schnabulöse Getrommel auf seinem Köpfchen auch gar nicht, da ihm die denkende Dämmwolle im Innern abhandengekommen ist. Dass sich Wellensittiche in einem Schwarm auch in Bezug auf einen Partner neu orientieren können, ist nichts Neues. Auch dass manche Männchen nicht genug Weibchen auf Abruf haben können, hat sich ebenso bereits herumgesprochen. Daher möchte ich den umtriebigen Chlodward hier auch keineswegs denunzieren. Denn es gibt immer solche und solche Schwarmmitglieder. Der lüsterne Chlodward gibt jedoch innerhalb kürzester Zeit im Schwarm schon ein Verhalten à la Paul zum Besten und mausert sich hiermit unangefochten zu dessen geistigen Nachfolger.



Chlodward 3
Ärger im Anmarsch. Während die behäbige Jaqueline vor dem testosteronstrotzenden Chlodward nach diversen Abwehrmanövern nur noch die Flucht ergreift, gefällt Rufus, hier rechts im Bild, überhaupt nicht, was er da sieht. Ihm ist Chlodward ein Dorn im Auge, da sich dieser wie der große Macker im Schwarm verhält. Daher schreitet Rufus auch regelmäßig ein, um das neue und sehr aufdringliche Hähnchen in seine Schranken zu verweisen. Denn wenn es um die grüne Bonnie geht, versteht der Ex-Mann von Daphne keinen Spaß. Manche Wellensittich-Männchen agieren sehr triebgesteuert, was einem im schlimmsten Fall während einer Brut zum Verhängnis werden kann. Doch wenn man die Hähne vor einer Brut noch nicht kennt, ist ein solches Verhalten schwer einzuschätzen. Unter Umständen waren Chlodward und Franziska auch einfach nicht das passende Pärchen für eine gemeinsame Brut. Eine solche Feststellung bringt die armen Küken alle nicht mehr zurück, ist aber wichtig für das weitere Vorgehen hinsichtlich einer Brut mit den Beiden, die erst einmal nicht mehr geplant ist.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020



Küken 7
Küken 7
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 18.04.2020


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26. April 2020:     Erleichterte Alarmbereitschaft



Die gute Nachricht, ich kann eine geringfügige Entwarnung aussprechen. Nur vorüber ist der ganze Spuk leider noch nicht, denn die einst heitere Familienidylle bröckelt sichtlich. Nachdem glücklicherweise ein wenig Gras über die unvorstellbare Tragödie gewachsen ist und sich sowohl die Elterntiere, als auch die drei übrigen Küken ... und nicht zu vergessen der Herr Züchter ... wieder ein wenig beruhigt haben, geht es momentan darum, Mama Franziska zu unterstützen und die Ernährung der Babys zu überwachen. Franziska gibt sich wirklich sehr viel Mühe, ihre Küken zu versorgen und zu umsorgen. Das kann ich von Chlodward leider nicht behaupten, der sich doch recht offensichtlich auf der faulen Haut ausruht, wodurch Franziska die Brut beinahe gänzlich alleine stemmen muss. Wie das folgende Video zeigt, versuche ich aktuell die Küken an den berühmt berüchtigten und speziell zusammengemixten ‚Herrn Züchter-Nahrungsbrei' zu gewöhnen. Aber nur für den Fall der Fälle, wenn bei Franziska die Nerven vollends blank liegen und sie dadurch ihre Brut auch noch sitzen lassen sollte. Aber Franziska ist eine starke Welli-Dame, welcher ich auch zutraue, ihren Nachwuchs alleine durchzubringen.



Die Löffelprobe Mama Franziska bei ihren Küken
Die bereits bekannte Löffelprobe ... welche auch Löffeltest genannt wird, ermöglicht dem Herrn Züchter eine qualitative Beurteilung des Hungers der Küken und erleichtert sogleich eine Gewöhnung an den unbekannten Nahrungsbrei. Zu Löffelmonstern sind die zwei ältesten Küken Gott sei Dank noch nicht mutiert. Dennoch hinterlässt mir Zwerg Nummer 1 den Anschein, als bekomme er zurzeit über den Tag betrachtet zu wenig Nahrung. Denn mittlerweile quiekt der beflaumte Knirps auch den Herrn Züchter an, was immer ein Zeichen dafür ist, dass es im Magen des Kükens schon gehörig grummelt und dieses sogar den unter Wellensittichen nur im Notfall anerkannten züchterischen Speiseplan akzeptiert. Denn lauwarmer Brei aus Aufzucht- und Handaufzuchtfutter steht bei den ungefähr drei Wochen alten Knirpsen so ganz und gar nicht auf der persönlichen Liste an Leibgerichten. Aber in der Not frisst der Teufel ja bekanntlich sogar Fliegen. Und ganz so schlimm, wie die insektoiden Zweiflügler, schmeckt die Pampe nun auch wieder nicht, die den Küken so vorgesetzt wird. Denn diese hat der Herr Züchter mit seinem ausgeprägten Feinschmeckergaumen schon überprüft und für annehmbar empfunden. Diese eingedickte Nährlösung ist auch für die gefiederten Mini-Gourmets, wie so viele Dingen im Leben, nur eine Frage der Gewohnheit. Und genau diese Gewohnheit folgt bei hungrigen Küken über kurz oder lang unweigerlich, wenn man ihnen nur oft genug das immergleiche fade Futter vorsetzt. Auch wenn Mama Franziska sich sichtlich Mühe gibt und stets bei ihren Küken ist, so hinterlässt sie mir den Eindruck, dass sie weitestgehend mit ihren Küken alleine dasteht. Denn Papa Chlodward füttert seine ehemals so Angebetete nur noch sporadisch. Franziska derweil treffe ich regelmäßig außerhalb des Nistkastens an, wo sie an den Futternäpfen Nahrung für ihre Küken aufnimmt. Nun ist es wichtig, das Gewicht der Küken im Auge zu behalten. Und so ist mit einer Zufütterung nicht zu spaßen. Daher auch der Test mit dem Löffel und dem Aufzuchtfutter. Was im Video goldig ausschaut und die schmachtenden Gemüter in Windeseile dahinschmelzend lässt, kann für ein Küken sehr wohl den Kampf ums Überleben bedeuten. Oft bekomme ich Anfragen, wie Küken am besten von Hand aufgezogen werden, ohne dass eine ernste Situation die Grundlage für solch ein Vorgehen rechtfertigt. Daher werde ich, wie schon mehrmals gewünscht, auch weder eine Anleitung noch ein Patentrezept vorstellen, wie man solch hungrige Schnäbelchen gesättigt bekommt. Wenn solch ein ernsthaftes Problem bei der Kükenaufzucht vorliegt, ist ein vogelkundiger Tierarzt eine ausgezeichnete Anlaufstelle, die einem auch die passenden Präparate für eine erfolgreiche Handaufzucht zur Verfügung stellen kann.



Küken 1 Küken 3
Selbst Wellensittich-Babys brauchen Liebe und Zuneigung, wie das obige Video bei Nummer 1 zumindest andeutet. Zur Not muss hier dann eben auch der Herr Züchter herhalten, wenn er schon nicht nach dem Geschmack der kleinen Schnabeltiere kochen kann. Bei Mama Franziska geht das mit den Lieblingskindern wohl dem Alter nach. Wobei sie eindeutig das Kleinste am meisten bevorzugt, was ihre Rangordnung beim Abspeisen ihrer Kinder angeht. Nummer 2 ist auch alles andere als begeistert, dass der Herr Züchter jetzt auch noch mit so einem ekeligen gelben Zeug daherkommt und macht seinem Unmut aufgrund der seltsamen Situation auch gerne mal zeternd Luft. Aber das macht der Winzling auch bei seiner Pediküre und der allgemeinen Nestkontrolle. Der Dreikäsehoch hat jedenfalls auch noch genug Proviant im Kropf, so dass sich der wachsame Herr Züchter auch mit diesem Küken nicht die Nächte um die Ohren schlagen muss.



Küken 7
Kann auch noch getrost vor sich hindösen, Küken Nummer 7, wenn es nicht gerade aufgeregt ist, weil es zur Kontrolle aus dem warmen Umfeld genommen wurde. Es wurde und wird von Mama Franziska immer noch bevorzugt gefüttert. Das sieht man auch an seinem gut gefüllten Kröpfchen. Mir soll das nur recht sein, denn auch um Nummer 7 muss ich mir bezüglich des Füllstandes seines kleinen Bäuchleins momentan noch keine Gedanken machen.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020



Küken 7
Küken 7
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 18.04.2020


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20. April 2020:     Familiendrama hoch 10



Und das ist dieses Mal keineswegs überspitzt dargestellt, sondern leider die traurige und tragische Gewissheit. Doch was ist denn nun schon wieder passiert? Vor knapp einer Woche hätte ich Franziska gar schon fast einen Orden für die beste Brutmama seit Langem verliehen, so gut hat sie all ihre Küken ausgebrütet. Sie ist augenscheinlich auch eine gute Mutter, behütet und umsorgt ihre Küken liebevoll. Doch sie geht hier auch etwas zu strikt vor, was Behütung ihrer Kinder angeht. Wie aus den letzten Videos schon ein wenig hervorging, ist die sorgenvolle Franziska immer gleich wieder zur Stelle, sobald ich die Küken nach dem obligatorischen Großreinemachen wieder zurück in die Zuchtbox schiebe. Jedes Küken wird haarklein unter die Fittiche gepackt, ob es nun möchte oder nicht. Dies ist mit einer der Gründe, der den beiden ehemals kleinsten Familienmitgliedern zum Verhängnis wurde. Denn wenn Mama Franziska mal auf den Küken sitzt, dann sitzt sie auch wirklich auf den Küken. Die Kleinen sind da durchaus die Leidtragenden, auch bei anderen Hennen, wenn das Nest voll und die Geschwister unglücklich auf den kleinsten der Kleinen liegen. Bei Nummer 2 und Nummer 4, die schon um einiges älter waren als ihre kleinen zerbrechlichen Geschwister, machte es mir den Eindruck, als ob die Küken nicht richtig gefüttert wurden. Diese Vermutung bestätigte sich mir in den letzten Tagen auch, da Papa Chlodward die bettelnde Franziska nicht mehr wirklich wahrgenommen und ebenso wenig ausgiebig gefüttert hat. Von mir nahmen die mangelernährten Zwerge leider auch nichts an, wodurch ich Franziska bei der Fütterung nicht unterstützen konnte, wenn schon ihr Mann Chlodward nur noch Sparrationen ausgegeben hatte. Dass vier Küken in einem Gelege aber innerhalb kurzer Zeit versterben, könnte aber auch zusätzlich auf eine bakterielle oder gar virale Infektion hindeuten, denn normal ist so ein schreckliches Ereignis mitnichten. Glücklicherweise entwickeln sich zumindest die verbliebenen Drei bislang gut. Viel Nahrung haben vor allem die beiden deutlich größeren Geschwister leider dennoch nicht im Kropf. Doch auch diese Beiden verweigern momentan noch die Aufzuchtnahrung, welche ich ihnen zur Verfügung stelle. Es herrscht momentan also noch eine sehr angespannte Lage, deren Ausgang noch ungewiss ist. Dennoch werde ich die drei Knirpse nicht so einfach ihrem Schicksal überlassen.



Chlodward füttert Franziska Nur noch zu dritt
Der verzweifelte Bettelruf einer Wellensittichhenne. Franziska kann ich aus dieser überaus deprimierenden Situation keinen Strick drehen. Sie hat sich, meiner Meinung nach, bis auf die übertriebene Fürsorglichkeit, mit welcher sie ihre Küken unter ihre weichen Fittiche quetscht, recht vorbildlich verhalten. Chlodward kann scheinbar mit seiner Vaterrolle nur wenig anfangen. Und genauso wenig füttert er seine angetraute Welli-Dame seit der familiären Tragödie. Bei sieben Küken ist es dann auch kein Wunder, dass ein Weibchen den Aufwand nicht mehr alleine stemmen kann. Ein Ammenpaar im selben Brutzyklus wäre nun sehr hilfreich gewesen, aber wenn sich keines findet, ist das natürlich alles andere als optimal für eine erfolgreiche Aufzucht. Denn für eine erfolgreiche Kükenaufzucht in der Wellensittichwelt ist nicht nur eine Rückfalloption auf ein anderes Paar sehr hilfreich, auch ein gutes und eingespieltes Team aus Mutter und Vater ist für die Kleinen meist unerlässlich. Einzelfälle beweisen selbstverständlich auch das Gegenteil, aber eine intakte Familienbande ist eben auch der Grundstein für eine problemlose und stressfreie Brut, sei es für das Brutpaar oder den Herrn Züchter. Jedoch zeigt das Video auch, dass Chlodward durchaus mal Lust hatte, den umsorgenden Vater zu spielen. Ihm ist wohl der Brutstress mit sieben potentiellen Nachkömmlingen zu Kopf gestiegen. Dennoch, bis auf die Ignoranz seiner Familie gegenüber, verhält er sich bisher wirklich fair und hat weder Mutter noch Küken körperlich geschadet. Im Gegenteil, während er schon nicht sein Mädel füttert, krault er Franziska ab und an ausgiebig, während der Herr Züchter das Nest kontrolliert. Harter Tobak. Nicht nur die Küken schauen ungläubig wo denn die anderen alle sind, der Herr Züchter ist genauso schockiert. Denn bis vor kurzem war hier noch extrem viel Leben in der Bude. Die nüchterne Fehleranalyse, die ich oben angebracht habe, hilft den drei Verbliebenen nun kein Stückchen weiter. Sie sind trotz des herben Verlustes in guter Verfassung und werden zu einem geringen Anteil auch noch von Mama Franziska mit Futter versorgt. Vor allem das kleinste und noch verwundbarste Küken Nummer 7 wird aktuell noch sehr gut gefüttert. Wie leblose Küken ausschauen, habe ich in vergangenen Bruten schon dargestellt. In diesem Fall reicht aber auch schon ein Bild der drei bislang Überlebenden, um zu begreifen, wie schnell sich die putzige Geschwisterbande auf dramatische Weise mehr als halbiert hat.



Nummer 1, 3 und 7
Ein Häufchen Elend? Nein, soweit ist es noch lange nicht! Auch wenn man seinen brütenden Hennen so wenig wie möglich als Halter oder Züchter ins Handwerk pfuschen sollte, ist dieser Vorfall nun ein Grund, die Elterntiere und vor allem die kleinen Küken in Maßen zu unterstützen. Momentan möchten die gefiederten Sprösslinge noch kein Futter vom Herrn Züchter. Aber beinahe jedes unterernährte Welli-Küken kommt einmal an den Punkt, an dem es entweder resigniert und sich selbst aufgibt oder seinen Mut zusammennimmt und den Nahrungsbrei hungrig akzeptiert, welcher ihm aufgetischt wird. Ich habe es schon in meinem Bericht zu den Handaufzuchten erwähnt, kann es aber nicht oft genug wiederholen. Wellensittichküken aus Spaß an der Freude per Hand aufzuziehen ist kein extravagantes Hobby, bei welchem man seine elterlichen Instinkte hemmungslos ausleben und Wellensittichküken sehr einfach auf den Menschen prägen kann. Diese kleinen hilflosen Lebewesen sollten immer bei ihren artgerechten Eltern verbleiben. Denn nur diese können ihnen die Ernährung bieten, die für den Aufbau eines gesunden Körpers und Immunsystems wichtig ist. Kein Aufzuchtfutter der Welt kann den natürlichen Nahrungsbrei der Eltern ersetzen und kein umsorgender Herr Züchter kann ein vollwertiger Ersatz für eine Mama Franziska oder einen Papa Chlodward sein. Daher gilt es Wellensittichküken nur in seine menschliche Obhut aufzunehmen, wenn diese durch beide Elternteile misshandelt, schwer verletzt oder eben nicht mehr ausreichend ernährt werden. Wie sich das nun bei Chlodward und Franziska entwickelt wird die Zeit zeigen. Ich hoffe aber, dass sie den Job weiterhin ausreichend übernehmen und ich somit nur in geringem Maße zuarbeiten muss.



Küken 1 Küken 3
Küken 1
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 06.04.2020
Küken 3
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 08.04.2020



Küken 7
Küken 7
- Elterntiere: Franziska & Chlodward

Schlupfdatum: 18.04.2020


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11. April 2020:     Fleißiges Lieschen



So könnte man Franziska guten Gewissens bezeichnen, wenn man sich anschaut, wie toll sie ihr Gelege bebrütet hat und wie liebevoll sie sich bislang um ihre geschlüpften Küken kümmert. Wenn alles weiterhin wie am Schnürchen läuft, dann werden auch noch zwei weitere Zwerge die kleine Großfamilie erweitern. Wie jeder wohl in den letzten Tagen anhand des Kükenschlupfs bemerkt haben dürfte haben sich Chlordward und Franziska nicht um ein Kontaktverbot geschert, wissen die Beiden wohl, dass dieses nicht auf sie zutrifft. Anders schaute es bei Alois und Josefine aus. Mehr als schnäbeln und kraulen war bei den beiden vermeintlichen Turteltäubchen nicht drin. Daher habe ich sie jetzt auch aus der Zuchtbox in den Wellensittichschwarm entlassen. Vielleicht schließen sich ja dort neue, fruchtbarere Freundschaften, die dem züchterischen Ziel von ein paar weiteren Jungtieren in die Karten spielen.

Gut versteckt
Gut versteckt: Zwar waren die Knirpse auf diesem Foto erst zu viert, aber dafür schon voll und ganz in Osterstimmung. Denn rechtzeitig zum Auferstehungsfest haben sich diese winzigen Osterküken mal ausnahmsweise aus der Schale geworfen und es sich bei der obligatorischen Nestreinigung in einem kleinen Osternest bequem gemacht.


Doch zurück zu den aktuellen Sprösslingen. Aufmerksamen Lesern wird schon aufgefallen sein, dass Küken Nummer 1 und Nummer 2 am selben Tag auf die Welt gekommen sind. Wie kann sowas denn nur sein, wenn sie Wellensittiche in aller Regel nach 18 Tagen aus dem Ei schlüpfen? Das hat eine ganz einfache Ursache. Franziska war zwar fleißig bei der Eiablage, doch wenn die junge Dame nicht ab Tag 1 der Eiablage auf ihrem potentiellen Nachwuchs sitzt, wird dieser auch nicht bebrütet, was zur Folge haben kann, dass ein Wellensittichküken mit ein wenig Verspätung schlüpft. In diesem Fall hat Nummer 1 am frühen Morgen des 6. Aprils das Licht der Welt erblickt, während ihm sein Geschwisterchen am Abend zur Fütterungszeit folgte. Schaut man sich nun den Verlauf des weiteren Schlupfs an, so wird einem ins Auge stehen, dass Nummer 4 und Nummer 5 jeweils einen Tag zu früh auf die Welt gekommen sind. Auch dies kann in der Natur vorkommen. Während eine Henne zu Beginn ihrer Eiablage noch recht unruhig sein kann und das Nest noch regelmäßig verlässt, lüftet ein auf eine Brut eingespieltes Wellensittichweibchen nur noch äußerst selten seine muffigen Fittiche oder verlässt ihr Gelege. Gründe für ein Verlassen des Nistkastens sind das Absetzen von Kot, eine superschnelle Gefiederpflege oder auch die Befruchtung nachfolgender Eier durch den Liebesakt mit dem Göttergatten. Von daher mag Franziska vielleicht noch nicht ganz dem Idealbild einer im voll im Lege- und Brutrhythmus eingefahrenen Henne entsprechen, dennoch liegen diese kleineren Diskrepanzen in der Schlupffolge durchaus noch in der Norm.

Franziska ist jedenfalls ein sehr emsiges Wellensittichweibchen, dass sich weder von ihrem Ehehähnchen Chlordward noch vom teils rumpelnden Herrn Züchter aus der Fassung bringen lässt. Während manche Henne bei jedem noch so kleinen ungewohnten Geräusch fluchtartig oder gar panisch ihr Nest und den Nistkasten verlassen, hockt Franziska in aller Seelenruhe auf ihren Eiern und Küken, wie ein Fels in der Brandung. Das gibt dem neugierigen und neunmalklugen Herrn Züchter auch die Gelegenheit ein paar wellische Brutrituale in Bewegtbildern festzuhalten, welche bei den meisten Weibchen während einer Wellensittichbrut so nicht möglich sind. Aber auch Papa Chlodward soll hier nicht unerwähnt bleiben. Denn auch er mimt den liebvollen Vatervogel, der Frau und Küken stets und unaufhörlich mit Körnchen versorgt. Ganz recht ist dies seiner Franziska nicht immer, verweist sie ihren Chlordward doch manches Mal laut schimpfend in seine Schranken, wenn er beispielsweise mal wieder unaufgefordert und überaus tollpatisch den Nistkasten betreten möchte. Aber trotz der gewissen Unterschiede stemmen die Beiden ihre Brut bis zum jetzigen Zeitpunkt sehr vorbildlich. Zu Ostern gibt es deshalb auch ein paar extra Videos, die ein wenig den Alltag von Mama Franziska und Papa Chlodward und ihrer kleinen Kükenfamilie zeigen. Denn diese intimen Einblicke gab es hier in dieser Form noch nicht.



Mach dich vom Acker Franziska-01-Mama auf dem Nest
Durchdringender Blick: Mama Franziska macht mit ihrem stechenden Blick dem Herrn Züchter schon klar, dass er mit seinem Knipskasten nicht willkommen ist. Dennoch schert sie der unverschämte Herr Züchter wenig, denn sie schützt ihre Eier und ihre Küken bis aufs Blut. Am Anfang einer Brut bestehen die Aufgaben einer Wellensittichmama vor allem in der Befruchtung des Geleges, der anschließenden Eiablage und dem Bebrüten der Eier, damit hoffentlich auch nach 18 Tagen der Kükenschlupf beginnt. Wenn man dann noch einen liebevollen Mann an seiner Seite hat, ist man als Wellensittichweibchen für eine Brut gut aufgestellt.


Alle Eier befruchtet Franziska-02-Küken 1 kurz vor dem Schlupf
Papa Chlodward hat sich als potentes Wellensittichhähnchen erwiesen, denn alle sieben Eier, welche das Wellensittichweibchen Franziska gelegt hat, tragen Leben ins sich. Küken Nummer 1 kündigt sich schon an. Ein Wellensittichküken gibt seiner Mama Bescheid, sobald es sich an den kräftezehrenden Schlupf macht. Hierbei hört nicht nur die Wellensittichhenne das kleine Küken piepen. Auch am Anfang dieses Videos, nachdem das Gefährt zu hören ist, kann man die leisen Piepslaute des kleinen Lebewesens vernehmen, welches jedoch noch im Ei sitzt. Alsbald wird es sich mit seinem Eizahn aus der Eierschale befreien.


Zu zweit Franziska-03-Zwei Küken
Zwei Küken geschlüpft Am selben Tag geschlüpft. Küken Nummer 1 und 2 können am gleichen Datum ihren Schlupftag feiern. Während Nummer 1 morgens geschlüpft ist, hat sich Nummer 2 bis zum Abend Zeit gelassen. Noch ist es relativ ruhig in Nest, denn erst sind zwei der insgesamt vielleicht sieben Küken geschlüpft. Auch Papa Chlodward hat noch nicht allzu viel zu tun. Denn die Küken bekommen in ihren ersten Lebenstagen ein spezielles Nahrungssekret verabreicht, das umgangssprachlich auch Kropfmilch genannt wird. Und genau diese Kropfmilch kann nur Mama Franziska produzieren. Dennoch kann er seine Frau unterstützen, indem er sie fleißig mit Futter versorgt.


Zu dritt Franziska-04-Drei Küken
Drei Küken geschlüpft Franziska legt nicht nur bei ihrem Ehemann Chlodward eine gewisse erzieherische strenge an den Tag, auch ihre Küken sortiert die junge Dame recht energisch. So könnte man auf den ersten Blick meinen. Doch ein Wellensittichweibchen hat nicht nur seinen Partner fest im Griff, es weiß auch genau, wie es mit seinen Küken umgehen muss. Auch wenn diese alles andere als liebevoll ausschauende Umgangsweise eigentlich nur sicher stellt, dass keines der Küken unter wärmenden Mama herausrutscht und im schlimmsten Falle auskühlen würde, was sein Ende bedeuten könnte.


Zu viert Franziska-05-Vier Küken
Vier Küken geschlüpft Mehr als die halbe Belegschaft ist bereit für die Welt außerhalb des Eis. Noch können sie nichts sehen, weil ihre Äuglein geschlossen sind. Und noch sind sie vollkommen auf die Hilfe ihrer Mama Franziska angewiesen, denn die Mama ist in den ersten Lebenstagen nicht nur für die Ernährung der Winzlinge zuständig, sie ist auch deren überlebensnotwenige Wärmequelle. Doch in nur wenigen Tagen schauen sie die Welt und den Herrn Züchter mit großen Augen an. Und noch ein paar Tage später gehen sie mir hoffentlich alle gesund und munter gehörig auf den Senkel. Denn nur so weiß ich, dass alles in bester Ordnung ist.


Zu fünft Franziska-06-Fünf Küken
Fünf Küken geschlüpft Zwei Zwerge fehlen noch zum vollkommenen Familienglück. Diese gesellen sich in den nächsten vier Tagen zu den anderen. So langsam wird es jedoch voll in der engen Bude. Fünf Küken sind schon eine ganz schöne Herausforderung für eine Wellensittichhenne. Dennoch stemmt diese Aufgabe die fleißige Franziska ungewohnt souverän. Aber nicht nur Mama Franziska und Papa Chlordward haben jetzt schon mehr zu tun, auch der Herr Züchter darf seines Amtes walten, ist er doch der auserwählte Wellensittichkükennestputzer. Denn wo sich viele Schnäbel eine Mahlzeit nach der anderen gönnen, gibt es auch erfahrungsgemäß viele Hinterlassenschaften, die es zu entfernen gilt, um ein entspanntes Wohnklima aufrechtzuerhalten.



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24. März 2020:     Osterküken Countdown



Zuerst einmal die sehr erfreuliche Nachricht. Heute in neun Monaten ist schon wieder Weihnachten! ... Äh nein, das meinte ich jetzt eigentlich nicht, wenn dem natürlich auch so ist. Die aktuell viel bessere Nachricht ist ... es werden bald ein paar Küken schlüpfen! Doch nun nochmal zu den Meldungen, welche mich in den letzten Tagen schon wieder erreicht haben. Wie schon zuvor angesprochen, biete ich momentan und auch bis auf Weiteres keine Besuche an, bei welchem man sich die kleinen süßen Zwerge mal in echt anschauen und vielleicht auch mal auf die Hand nehmen könnte. Auch ein Besuch einzelner Interessenten ist hierbei aktuell nicht möglich! Wie ich das dann mit der Abgabe der kleinen Wellensittiche gestalte, wird sich dann zeigen. Derzeit hocken die Winzlinge in ihren Eiern und sind noch nicht einmal geschlüpft. Daher kann ich auch keine Vorbestellungen annehmen, solange ich nicht weiß, ob sich das Brutpaar auch geschickt bei der Brut anstellt. Hier muss Franziska jetzt erst einmal beweisen, dass sie eine fürsorgliche Brutmutti ist und Chlodward darf sich gerne als liebevoller Papa profilieren.

Wenn alles gut geht, wovon ich eigentlich ausgehe, wenn ich mir das fürsorgliche Brutpaar so anschaue, dann werden noch rechtzeitig vor Ostern die ersten Küken schlüpfen. Doch nun mal zu den aktuellen Bildern aus dem Zuchtraum.

Zum Küken-Countdown geht's hier lang



Schmerzhafte Erfahrung
Schmerzhafte Erfahrung: Schock bei der Eiablage, ein blutverschmiertes Ei lässt einen vor Panik beinahe in Ohnmacht fallen. Doch in der Regel schaut es meist schlimmer aus als es in Wirklichkeit ist. Eine Brut und damit verbunden auch eine Eiablage ist für ein Weibchen kein Zuckerschlecken. Immer wieder kann es vorkommen, dass ein produziertes Kalkbehältnis bei seinem Weg durch den sogenannten Legedarm die Schleimhaut dessen leicht verletzt, wodurch es zu kleineren, in aller Regel ungefährlichen Blutungen kommen kann. Dies führt dazu, dass ein gelegtes Ei blutverschmiert ausschauen kann, wie hier bei Franziskas zweitem Ei. Doch der Dame als auch dem Küken geht es gut. Ein blutverschmiertes Ei sollte auf keinen Fall aus dem Nest nehmen und in guter Absicht putzen. Denn ein Küken ist durch die Poren eines Eis auch immer mit seiner Umwelt verbunden. Hierbei würde nur sehr viel Schaden entstehen oder das Ei sogar kaputt gehen, wodurch das Küken sterben würde. Daher ist es wichtig, auch ein blutverschmiertes Ei bei seiner Mama zu lassen, denn dort ist es am besten aufgehoben. Und auch die Verletzung der Schleimhaut ist schnell wieder Geschichte, wie die weiteren gelegten Eier bewiesen haben. Alles schon mitbekommen, daher auch diese kleine Exkursion.



Mama Franziska auf dem Nest Zwei befruchtete Eier
Manche Wellensittichweibchen stören sich kaum daran, wenn man eine Nestkontrolle durchführt. So der Fall bei der fleißigen Franziska. Sie behütet auch selbst dann ihr Gelege, wenn der naseweise Herr Züchter die Tür des Nistkastens geöffnet hat und eifrig seine Kamera zückt. Die meisten Wellensittichweibchen verlassen jedoch das Nest, wenn man eine Nistkastenkontrolle betreibt, was das Begutachten der Eier und Küken entsprechend einfacher macht. Mit gut zureden und dem vorsichtigen Annähern per Hand hat aber auch die Glucke Franziska verstanden, dass sie mal kurz das Nest lüften soll. Hierbei ist es extrem wichtig, das brütende Weibchen nicht unter Druck zu setzen, damit kein Ei zu Bruch geht und kein Küken zu Schaden kommt. Oft angesprochen, schon tausend Mal erklärt, aber doch immer wieder ein Thema. Wie erkennt man denn nun ob ein Ei befruchtet ist? Hier die Kurzfassung für einen schnellen und sicheren Eier- bzw. Befruchtungscheck. Von diversen äußeren Verfärbungen des Eis einmal angesehen, die sicherste Methode ist einfach abzuwarten, bis ungefähr 4 bis 6 Tage seit der Ablage des zu prüfenden Eis vergangen sind. Nimmt man nun eine kleine Taschenlampe zu Hilfe und durchleuchtet die Eier eines Geleges, lassen sich im Falle einer Befruchtung einwandfrei die Blutgefäße und das kleine Küken in Form eines Embryos ausmachen. Die Adleraugen unter der menschlichen Bevölkerung werden, beim genauen Hinsehen, auch den Herzschlag des neuen Lebens ausfindig machen können. Ein passendes Beispiel hierzu zeige ich im nachfolgenden Video.



Franziskas süßes Geheimnis
Lässt sich nur ungern in die Karten schauen: Noch versucht die Franziska, ihre Küken vor dem neugierigen Herrn Züchter geheim zu halten und versteckt diese gekonnt unter ihrem Federkleid. Doch der Herr Züchter hat nicht nur einen siebten Sinn, was das Entlarven von eierschmuggelnden Wellis betrifft, er riecht auch förmlich, wenn sich neues Leben im Wellensittichschwarm anbahnt … und er besitzt eine gute Taschenlampe, die schön leuchtet, wie das folgende Video zeigt.



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21. März 2020:     WICHTIG: Aufgrund der aktuellen Lage biete ich keine Besichtigungen an!



Wie ja mit Sicherheit mittlerweile jeder mitbekommen haben dürfte ... es sei denn, man lebt tatsächlich hinter dem Mond, was ich leider anhand diverser Anrufe bezüglich meiner 'Öffnungszeiten' und einer Bespaßung der Kids während der 'Corona-Ferien' bei einzelnen Erdenbürgern doch stark annehmen muss ... hat sich unser aller Leben aktuell sehr verändert. Aufgrund des Coronavirus, das momentan die Welt in Atem hält und auch für sehr viel Leid und schmerzliche Erfahrungen sorgt, werde auch ich, bis auf unbestimmte Zeit, keine Führungen durch meine kleine Zucht und keine Besuche der möglicherweise anstehenden Küken anbieten. Ich bitte hier um Verständnis und wünsche allen viel Kraft und Gesundheit in diesen unruhigen Zeiten.

Update 18.10.2020: gilt auch leider weiterhin.

Markus Keller



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8. März 2020:     Frühlingsgefühle auf Sparflamme



Da ich die letzten Tage nun schon einige Male gefragt wurde, ob meine Neuzugänge denn bereits brüten, ein kleines Update meinerseits. Die Frischlinge des Sittichparks habe ich nun zum Wochenende endlich zur Brut angesetzt, nachdem sie ihre über zweiwöchige Quarantäne gut überstanden haben. Einen Blick auf ihren jeweiligen Nistkasten hatten die beiden Mädels Josefine und Franziska bereits, jedoch war ihnen der Zugang zu dessen Innern verwehrt geblieben. Vor allem Franziska hat die ersichtliche aber nicht zugängliche Bruthöhle mehr als nur gewurmt, hat das entschlossene Weibchen doch versucht, sich einen Weg in das Küken-Séparée zu nagen. Da hat sie sich aber ihr kleines Schnäbelchen dran ausgebissen. Ihrem Unmut hat sie auch lautstark Luft gemacht, indem sie ungehalten gemeckert und versucht hat aus der Zuchtbox auszubrechen. Auch der von ihr, je nach Stimmungslage, geschätzte Hahn Chlodward musste ihre Launen ausbaden. Denn Franziska ist eine sehr selbstbestimmte junge Dame, die ihrem vom Herrn Züchter angetrauten Ehemann regelmäßig die Hölle heiß macht. Die aktuell nervlich aufgekratzte Lady kann es überhaupt nicht ab, wenn Chlodward zuerst an den frisch gefüllten Futternapf hockt und sich den Magen genüsslich vollschlägt. Sie lässt dann gerne ihren ganzen weiblichen und rabiaten Charme spielen indem sie dem vollkommen friedfertigen Hähnchen energisch eins auf die Mütze gibt, nur um sich dann fünf Minuten später von ihrem überaus zuvorkommenden Männchen die sturköpfige Rübe genüsslich durchkraulen zu lassen. Chlordward stören diese unkontrollierten Gewaltausbrüche seiner Angebeteten bislang nicht. Er ist hier wohl besonders hart im Nehmen … oder blind vor Liebe. Und seit der Nistkasten offen für eine Brut ist, sind Franziska auch noch jegliche Frühlingsgefühle urplötzlich abhandengekommen. Wahrscheinlich hat die resolute Maus bemerkt, dass es der Herr Züchter ernst meint mit einer Wellensittichbrut.

Sehr viel harmonischer läuft die Beziehung zwischen Alois und Josefine ab. Während Franziska und Chlordward von Anfang an schon gewisse Gefühle miteinander teilten, war die Josefine zu Beginn ihrer unfreiwilligen Partnerschaft gar nicht mal so angetan von der Wahl ihren Gegengeschlechts, welche der Herr Züchter einfach so für sie getroffen hatte. Doch mittlerweile sind Josefine und Alois auf eine ziemlich zärtliche Art und Weise beinahe unzertrennlich und behandeln sich, im Gegensatz zu Franziska und Chlordward, auch mit dem nötigen Quäntchen Respekt. Zuckersüß und vorsichtig schnäbeln die Beiden und benötigen dafür auch nicht einmal eine Nistgelegenheit. Denn mir scheint es so, als ob die Beiden ihren Zuchtboxaufenthalt auch ohne Eiablage und Kükenproduktion fernab des Wellensittich-Schwarmes in Zweisamkeit genießen können. Wäre ja auch nur mit Stress verbunden, so eine Kükenaufzucht. Ob sich die Lage noch ändert, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Auch diverse Animationsversuche des Herrn Züchters bei der verzweifelten Suche einer geeigneten Musikauswahl ist bei den Paaren bislang auf wenig Gegenliebe gestoßen. Da beschweren sich dann wiederum die ebenfalls im Zuchtraum untergebrachten Schwarmmitglieder über die ziemlich seichte und ruhige Beschallung, da diese eher auf rabiatere Stücke der Marke Staubbsauger, Küchenmaschine oder Presslufthammer stehen. Dennoch bin ich zuversichtlich, dass vielleicht bis Ostern die ersten Küken schon ihren Flaum ausgebildet haben. Sobald sich aber etwas bezüglich der Eiablage tut, gibt es die brandheißen Neuigkeiten wie gewohnt auf dieser Seite.



Seichte Frühlingsgefühle
Franziska und Chlordward scheren sich nicht darum ihr zaghaftes Schnäbeln in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dagegen sind Alois und Josefine sehr viel zurückhaltender sobald die Kamera des nervenden Herrn Züchters läuft. Dementsprechend werden dann auch alle Annäherungsversuche zwischen den beiden bunten Turteltäubchen unverzüglich unterbrochen.



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15. Februar 2020:     Todgesagte leben länger, ...



… denn noch ist nicht aller Tage Abend. In letzter Zeit wurde ich mehrfach kontaktiert, ob meine eher dahinsiechende Wellensittichzucht nach meiner Porzellanhochzeit im Januar überhaupt noch einmal einen zweiten Frühling erleben würde. Nun, wie sich die letzten Jahre herausgestellt hat, liegt es weniger in meiner tattrigen, aber überaus fürsorglichen Züchterhand, ob es Küken gibt oder nicht, als in den fähigen Händen diverser höherer Mächte. Gleichfalls entscheidend ist auch die Paarungslust meiner eher geruhsam faulenzenden und gelangweilt agierenden Australier. Mit dem folgenden bunten Haufen habe ich jedenfalls vor, meine Zucht wieder ein klein wenig zu beleben. So zumindest der wagemutige Plan. Einen guten Eindruck hinterlassen die vier Neulinge auf den ersten Blick jedenfalls schon. Meine eigenwillige Namenswahl mag mit Josefine, Alois, Franziska und Chlordward teils ungewöhnlich für die typischen Wellensittiche klingen und bei manchen Wellensittich-Namensfetischisten aufgrund der Abweichung von den traditionellen Konventionen vor Graus schon beim bloßen Aussprechen zu Plaque auf den Zähnen führen. Doch wer auf Zack ist, wird recht schnell feststellen, dass die Benennung der Frischlinge gar nicht mal so daneben ist, ja sogar deren Heimat preisgibt. Nach dem Quizfiasko zum Jubiläum stelle ich das Herausfinden der namentlichen Regionszugehörigkeit bis auf weiteres aber mal getrost in Frage.

Doch nicht lang labern, Herr Züchter! Was geht denn nun in Sachen Zucht? Im Gegensatz zur menschlichen Spezies sehen Wellensittiche das meist weniger eng bei ihrer Partnerwahl und geben sich gerne auch polygamen Bindungen hin, wobei das natürlich selbst bei uns feder- und überwiegend felllosen Affennachfahren durchaus der Fall sein kann. Doch während mir das bei uns hochentwickelten Primaten vollkommen egal sein kann, verhagelt mir dieses Beziehungsverhalten bei den Wellensittichen gehörig meinen Kükenausstoß. Denn wie sich anhand meines angestammten Brutpaares Daphne und Rufus zeigt, ist das mit dem früher gerne propagierten ewigen Liebesschwur bei den australischen Geierchen in meinem Schwarm, wie schon so oft bewiesen, mal überhaupt kein Thema. Daphne und Rufus leben nun schon seit einiger Zeit getrennt. Während Daphne keinerlei Ambitionen zeigt, sich einem neuen Hähnchen anzunähern und stattdessen ihr Singledasein genießt, ist es um ihren Ex-Mann Rufus schon wieder geschehen. Ihm hat die erfahrene Grünlingsdame Bonnie so sehr den Kopf verdreht, dass ich mir eine Brut mit den beiden angestammten Wellensittichen Daphne und Rufus erst einmal gehörig in die Haare schmieren kann. Ein wenig hat sich eine mögliche Ehekrise schon bei der letzten Brut offenbart. Aber dass die Beiden nun wirklich offiziell geschiedene Wege gehen, war vom züchterischen Aspekt aus so nicht vorgesehen. Daher habe ich jetzt mal den engagierten Amor gespielt und die neuen Brutpaare nach meinem persönlichen Geschmack farblich vorsortiert. Ob sie sich nun ausstehen können oder nicht, habe ich mal geflissentlich ignoriert. Ich setze meine Hoffnung hier ganz in die Kraft der Natur. Denn für den nötigen Liebestaumel sorgt dann meist schon der wellische Instinkt, der sich normalerweise kaum bremsen lässt, sobald ein paarungsbereites Weibchen ein gemachtes Nest vorfindet und ein fesches Männchen im Visier hat. Noch ist es aber nicht so weit. Denn die Vier bleiben erst einmal für mindestens ein paar Wochen in Quarantäne und durchlaufen einen standardisierten Check-up, bevor es schließlich ans Eingemachte geht. Daher heißt es noch ein wenig Geduld. Wie zu Beginn schon angemerkt, scheint es zumindest aktuell so, als könnte man den Fußzettel am großen Zeh meiner Wellensittichzucht vorerst mal unbeschwert beiseite packen. Vorsichtig ausgedrückt: Das schaut schon nicht schlecht aus.



Daphne ganz allein Rufus und Bonnie
Schaut etwas bedröppelt drein. Daphne hat wohl erst einmal die Nase gestrichen voll von ihrem Rufus, bemüht sie sich doch kaum um ihren ehemaligen Ehegatten oder um eine tröstende Alternative. Rufus juckt das aber sowieso nicht, denn er schwebt mit Bonnie auf Wolke sieben und vergisst daher alles um sich herum.



Josefine Alois
Josefine ist eine sehr zurückhaltende Dame und ist sich auch noch recht unsicher dem komischen Herrn Züchter gegenüber. Alois ist der neugierigste Vertreter der frisch eingetroffenen Schnabeltiere und kennt bislang keine Scheu.

Josefine und Alois
Josefine und Alois sind sich zwar noch nicht ganz grün, teilen sich aber schonmal gemeinsam einen Ast. Das ist jedenfalls in der Wellensittichwelt bereits eine gute Grundlage für weiterführende Paarungspraktiken.



Franziska Chlodward
Franziska denkt aktuell ans Ausbrechen, denn ihr ist die neue Situation ganz und gar nicht geheuer. Sie kennt das wohl, welche Konsequenzen es nach sich zieht, wenn sich ein Wellensittich-Männlein und ein Wellensittich-Weiblein zusammen eine Sitzgelegenheit teilen, ohne gackernd zu streiten. Nein, bei Chlodward habe ich mich nicht vertan und ein altes Bild des Schwarmveteranen Pablo unter das Jungvolk gemischt. Eine weitere Gemeinsamkeit teilt er sich, neben der gleichen Optik, mit seinem fossilen Wellensittichspiegelbild ebenso, beide Herren bringt kaum etwas aus der Fassung.

Franziska und Chlodward
Teilen sich nicht nur einen Ast. Franziska und Chlodward sind im Gegensatz zu Josefine und Alois beziehungsmäßig schon eine Stufe weiter, denn die beiden Gelbgesichter fanden sich von Beginn an schon sehr sympathisch und stellen diese beinahe schon selbstverständliche Zuneigung auch gerne verlegen schnäbelnd zur Schau.



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11. Februar 2020:     VERMITTLUNG: Lucy und Mona sind auf der Suche nach einer neuen Bleibe! -> Update: Erledigt!



Update 08.03.2020: Lucy und Mona haben ein neues Heim gefunden.


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6. Januar 2019:     VERMITTLUNG: Gerda & Felix suchen ein neues Zuhause! -> Update: Erledigt!



Auch Gerda und Felix haben nun ein schönes Heim gefunden und sind nicht mehr zu haben. Vielen Dank an alle Beteiligten für die erfolgreiche Vermittlung der beiden Zwerge!



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4. Januar 2020:     Das größte Rätsel der Menschheit ist gelöst!



... nun ja zumindest ansatzweise. Denn ich musste bei der Bewertung der Antworten Gnade walten lassen. Irgendwie habe ich mich bei der Durchsicht zugesandten Lösungen wie bei einer schulischen Klassenarbeit gefühlt, wobei ich ja damals noch am anderen Ende der Bewertungskette saß und somit manches Mal auch von der Barmherzigkeit der jeweiligen Lehrkraft profitieren konnte. Denn damit überhaupt jemand die Höchstnote bei diesen scheinbar kniffligen Fragen erreichen konnte, musste ich den Benotungsspiegel ein wenig an die ernüchternden Gegebenheiten anpassen. Eigentlich hatte ich ja gedacht, dass das Quiz einen informierten Leser vor keine allzu große Hürde stellen würde, da bei persönlichen Besuchen diverser Wellensittichliebhaber diese den Verlauf meiner Wellensittichzucht oft besser im Kopf hatten, als ich selbst und sich alle gesuchten Antworten auf meiner Seite befanden. Aber ich kann ja auch nicht von mir selbst ausgehen, waren die von mir geforderten Antworten wohl ein wenig zu hoch angesetzt. Sinnvolle Antwortsätze habe ich auch gar nicht gesucht. Hier reichten auch ein gesuchtes Lösungswort oder Datum zur richtigen Beantwortung vollkommen aus. Und auch bezüglich der Orthographie musste ich des Öfteren das ein oder andere Auge zudrücken. Da ich in der deutschen Rechtschreibung jedoch auch alles andere als fehlerfrei bin, habe ich Rechtschreibfehler außen vorgelassen, wenn das gesuchte Wort noch als solches erkennbar war. Damit ich nun meinem Bildungsauftrag in Bezug auf meine Wellensittiche gerecht werde, anbei mal die richtigen Antworten dieser bockschweren Quizrunde mit dem Hinweis, wo sie auf der Seite untergebracht sind. Der Yogameister wird nun unter den Teilnehmern verlost, die nur bei jeweils einer Frage gepatzt haben. Ich wünsche dem Glücklichen jetzt jedenfalls schonmal viel Spaß mit dem kleinen gelenkigen Kerl.



  • Frage 1: Am 3. Januar 2020 hat der Sittichpark ein ganz besonderes Jubiläum. Wie viele Jahre gibt es ihn dann schon?
    Antwort: Den Sittichpark gibt es dann 20 Jahre.
    hier zu finden oder hier



  • Frage 2: Wie viele Wellensittiche sollte man mindestens gemeinsam halten?
    Antwort: Man sollte mindestens zwei Wellensittiche gemeinsam halten.
    hier zu finden



  • Frage 3: Wie viele Tage dauert es durchschnittlich, bis ein Wellensittichküken schlüpft?
    Antwort: Ein Wellensittichküken schlüpft in der Regel nach 18 Tagen.
    hier zu finden oder hier



  • Frage 4: Wie viele Jungtiere haben Jonny und Liesel in ihrer beispielhaften Brut großgezogen?
    Antwort: Jonny und Liesel haben insgesamt vier Jungtiere großgezogen.
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  • Frage 5: Wie lautet der Name meiner zweiten Handaufzucht?
    Antwort: Der Name meiner zweiten Handaufzucht lautet Flip.
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  • Frage 6: Welches Datum besitzt der Brutstatus von Ruth und Paul, bei welchem das Bild die gemeinsamen Entwicklungsstadien der Embryonen in den Eiern 1 bis 7 anhand der Schierlampe zeigt?
    Antwort: Der gesuchte Brutstatus besitzt das Datum 14.02.2017.
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  • Frage 7: Welche beiden Proben wurden beim an Polyoma erkrankten Hahn Erich entnommen?
    Antwort: Jeweils eine Blutprobe und eine Federprobe wurde Erich entnommen.
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  • Frage 8: Wie können sich Wellensittiche in der Regel mit Spulwürmern infizieren?
    Antwort: Durch Wildvogelkot können sich Wellensittiche unter anderem mit den Eiern von Spulwürmern und somit eben jenen Parasiten infizieren.
    hier zu finden



  • Frage 9: Etwas fehlt in den meisten Fällen, wenn Wellensittichküken unter Spreizbeinen leiden. Was ist gemeint?
    Antwort: Eine Nistmulde ist gemeint.
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  • Frage 10: Im Bericht "Was Frauen wollen" stellt sich die Henne Anna sehr geschickt an, was das Öffnen der Petrischale betrifft. Wie viele Male öffnet die violette Wellensittichdame in dem zugehörigen Video die Petrischale? Kleine Hürde. Die Zeitlupe zählt nicht mit.
    Antwort: Anna hat insgesamt elfmal den Deckel geöffnet.
    hier zu finden



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